Siemens Healthcare erhielt in der Kategorie „große Unternehmen“ den nationalen EMAS Award 2007 für das besondere Design der Röntgenstrahler.
Hochbelastete Röntgenstrahler haben eine durchschnittliche Lebensdauer von zwei bis drei Jahren. An deren Ende läßt Siemens Healthcare sie ins Röhrenwerk nach Erlangen zurückliefern. Dies ermöglicht die Wiederverwendung verschleißfreier Teile des Strahlers. In einem definierten Prozess werden die freigegebenen Teile auf ihre Qualität geprüft und im Bedarfsfall aufgearbeitet. Als neuwertige Teile können sie dann erneut für die Montage von Röntgenstrahlern verwendet werden. Von einem Röntgenstrahler gelangen bezogen auf das Gewicht rund 50 Prozent in den Wiederverwendungskreislauf. Bereits bei Neuentwicklungen wird von Siemens Healthcare gezielt darauf geachtet, später möglichst viele Produktbestandteile wiederverwenden zu können. Dadurch werden Rohstoffe geschont und der Energiebedarf für die Herstellung der Bauteile reduziert. Die Qualität wird durch die Einhaltung der Norm IEC 62309 „Zuverlässigkeit von Produkten mit wieder verwendeten Teilen“ garantiert. Im Geschäftsjahr 2006/2007 lag die Wiederverwendungsquote, bezogen auf den Produktwert, bei etwa 24 Prozent. Für das besonders effektive Wiederverwendungsverfahren, das Umweltaspekte bereits beim Produktdesign in besonderem Maße berücksichtigt, erhielt Siemens Healthcare von der Europäischen Kommission den nationalen EMAS-Award 2007 in der Kategorie Großunternehmen.
Innovative Entwicklungen zu Vermeidung, Wiederverwendung und Verwertung von Abfällen standen 2007 im Mittelpunkt der Auszeichnung.
Weitere Informationen zu den Wettbewerbsbeiträgen und Preisträgern finden Sie auf der EMAS-Internetseite.