Jährlich führt die Kardiologie-Abteilung des Essener Elisabeth-Krankenhauses 6.000 Herzkatheteruntersuchungen durch. Diese Leistung erfordert reibungslose Arbeitsabläufe – auch stationsübergreifend. Wenn die radiologische Abteilung damit beauftragt wird, einen Herzkatheterpatienten zu scannen, damit die Kardiologie im weiteren Verlauf eine geeignete Therapie festlegen kann, muss die Zusammenarbeit dieser beiden Bereiche ohne Unterbrechungen ablaufen. Für das Elisabeth-Krankenhaus ist dies eine Herausforderung. Ein flüssiger Arbeitsablauf braucht die Verknüpfung von Krankenhausinformationssystem (KIS), Kardiologieinformationssystem (CIS), Radiologieinformationssystem (RIS) und Bildarchiv (PACS, Picture Archiving and Communication System).
Laut Frank Kriege, CIO im Elisabeth-Krankenhaus, ist es die Aufgabe der Informationstechnologie, abteilungsübergreifende Prozesse im Sinne der medizinischen Qualität nachhaltig zu unterstützen. Im Jahr 2005 wurden deshalb RIS/PACS und CIS als Gesamtprojekt ausgeschrieben. Das Krankenhaus entschied sich für die Komplettpaketlösung von Siemens. Bei der Durchführung dieser Lösung durchlebte das Elisabeth-Krankenhaus zwei Phasen, in denen RIS/PACS und HIS vereint wurden. Im Jahr 2006 wurden syngo Workflow und syngo Imaging installiert. Dadurch erhielt die Radiologie ein integriertes System. Dann integrierten die IT-Dienstleister die vom Elisabeth-Krankenhaus gewählten KIS und CIS. Die besondere Herausforderung hierbei war, vier Systeme von drei Herstellern in zwei Abteilungen einzubinden.
Mit der erfolgreichen Umsetzung dieser IT-Lösung scheint das Elisabeth-Krankenhaus Pionierarbeit geleistet zu haben. „Auch nach etlichen Telefonaten mit Kollegen anderer Krankenhäuser konnte ich kein Referenzprojekt ausfindig machen, das die Kardiologie unter Einbindung von KIS und PACS so integriert, wie wir uns das vorstellten“, erklärt Kriege. Dabei sind die zu verbuchenden Erfolge offensichtlich: So sind durch syngo Workflow die Ergebnisse aus der Radiologie die Befunde spätestens vier Stunden nach der Untersuchung beim Anforderer. Die Siemens-Lösung macht außerdem sämtliche Befunde und Bilder ohne System- und Medienwechsel von einer einzigen Workstation aus zugänglich. Daraus folgen nicht nur beschleunigte Arbeitsabläufe, sondern auch zufriedenere Patienten, die nun schneller informiert und behandelt werden können. Kriege lobt die Zusammenarbeit: „Für unser Workflow-Projekt bedurfte es eines Dienstleisters wie Siemens, der verschiedene Systeme über leistungsfähige Schnittstellen zusammenbringt. Und mehr noch: Siemens hat sich in unsere bewährten Prozesse vertieft und die IT entsprechend ausgerichtet.“
• Daten werden nur einmal erfasst
• Eine Workstation für Befunde und Bilder
• Beschleunigte Arbeitsabläufe