Die RHÖN-KLINIKUM AG wird ihre heute 46 Kliniken mithilfe einer webbasierten elektronischen Patientenakte (WebEPA) vernetzen. Damit sollen künftig die konzernweit jährlich mehr als eine Million behandelten Patienten von nachweislich höherer Versorgungsqualität profitieren. Siemens Medical Solutions wird mit Soarian Integrated Care (Soarian IC) die Software der WebEPA bereitstellen. Mit der WebEPA – einem der größten eHealth-Projekte des europäischen Gesundheitsmarkts – unterstreichen beide Partner ihre Pionierrolle in der sektorübergreifenden, ganz am Patienten orientierten Gesundheitsversorgung.
Die WebEPA ist eine gemeinsame elektronische Plattform, um medizinische Daten deutschlandweit auszutauschen. Damit wird die Kommunikation zwischen verschiedenen klinischen Dokumentations-, Krankenhausinformations-, Bildspeicher- und Arztpraxissystemen in insgesamt 46 Krankenhäusern und den zugehörigen Medizinischen Versorgungszentren des RHÖN-KLINIKUM Konzerns ermöglicht.
„Ziel ist, die Interoperabilität über die Sektoren und Träger hinweg anzubieten“, sagt Dietmar Pawlik, stellv. Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG, Bad Neustadt/Saale.
Nach Einwilligung des Patienten können Informationen wie Einweisungen, Entlassbriefe und Befunde zwischen den an seiner Behandlung beteiligten Ärzten ausgetauscht werden. Nachdem die WebEPA bereits im Herzzentrum Leipzig (Universitätsklinik) und Parkkrankenhaus Leipzig-Südost – beides Kliniken der RHÖN-KLINIKUM AG – erfolgreich pilotiert wurde, steht nun der konzernweite Roll-out bevor. Die Kooperation soll dann auch den ambulanten Sektor, insbesondere niedergelassene Ärzte, mit einschließen. Die von Siemens entwickelten Software-Komponenten der WebEPA, basierend auf Soarian IC, umfassen Befundberichte, -bilder und medizinische Daten, ein Modul für medizinische Konsile sowie einen so genannten Master-Patient-Index (MPI), der die eindeutige Identifizierung von Patienten über Institutsgrenzen hinweg ermöglicht.