MEX OP-Explorer
Krankenhäuser stehen unter dem Druck kostenbewusste und qualitativ hochwertige Leistungen zu erbringen. Um das Optimum zu erreichen, ist es erforderlich Arbeitsabläufe transparent zu machen. Besonders in kostenintensiven Bereichen wie dem OP, können durch geeignete Maßnahmen erhebliche Einsparungen erzielt werden. Durch transparente Prozesse können Personal- und Sachmitteleinsatz kritisch überprüft und an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Auch die Auslastung der OP-Säle ist unter Berücksichtigung des Investitionsvolumens ein wichtiger Kostenfaktor. Ausfallzeiten verschwenden Ressourcen und müssen deshalb auf ein Minimum reduziert werden.
Hayo Hayßen, EDV-Mitarbeiter, Klinikum Oldenburg:
"Wer zeitnah auswertet, der kann auch zeitnah reagieren. Deshalb sehen wir es als Vorteil an, dass uns der OP-Explorer die Informationen ad hoc liefert."
Der OP-Explorer, ein Baustein der umfassenden Controlling-Lösung Management Explorer (MEX), stellt kurzfristig umfangreiche Informationen zur Verfügung. Die Datenquelle für OP-bezogene Informationen ist das im Einsatz befindliche Krankenhaus-Informationssystem medico//s. Durch die hohe Integration beider Systeme ineinander, sind die Daten umfangreich und schnittstellenlos übertragbar
Der OP-Explorer bietet zahlreiche Analysemöglichkeiten: begonnen bei standardisierten Auswertungen bis zu speziellen Berichten für die an den Operationen beteiligten Personenkreise, vom Operateur, über den Anästhesisten, den OP-Koordinator bis zur OP-Pflege.
Unter Betrachtung der komplexen Kostenstruktur im OP, definierte das Klinikum Oldenburg verschiedene Pflicht-Auswertungen, die mit dem OP-Explorer realisiert wurden. Darunter befinden sich die Statistiken zur Dauer bestimmter Eingriffe, inkl. Soll-Ist-Vergleiche, die Wechselzeiten sowie die tägliche OP-Auslastung gemäß der Plankontingente der Fachabteilungen und z.B. die Analyse der Materialkosten. Außerdem Vergleiche zwischen Plan- und Ist-Zeiten je Eingriff oder Vor- und Endplan sowie dokumentierten OP's.
Der OP-Explorer ermöglicht dem Klinikum bei der Kalkulation auch Rüstzeiten zu berücksichtigen. Das erlaubt eine genauere Aufwandsschätzung als die bislang ausschließliche Betrachtung der Schnitt-Naht-Zeiten.
Der Anwender ist in der Lage zwischen verschiedenen Ansichten - Tabellenform oder Grafik - flexibel und schnell zu wechseln.
Wurde die elektronische Erfassung von Daten vom medizinischen Personal oft als Zusatzbelastung empfunden, erlebte das Klinikum Oldenburg eine positive Resonanz zur Einführung des OP-Explorers. Die gute Messbarkeit der Ergebnisse weckt den Ehrgeiz der Mitarbeiter ihre eigenen Leistungen zu hinterfragen und sich bei Kollegen Anregungen zu holen, um die Ergebnisse zu verbessern. Das Controlling stellt zudem erfreut fest, dass sich ein neues Kostenbewusstsein unter dem Personal entwickelt.
Ein entscheidender Faktor bei der Annahme des neuen Tools ist die intuitive Bedienbarkeit sowie die sehr kurzen Zeiträume zur Generierung einer aussagekräftigen Analyse. So bedurfte es gerade mal einer zweistündigen Schulung mit wenigen Schlüssel-Anwendern, die das Erlernte problemlos an die Kollegen weitergeben konnten. Die einfache Handhabung bewirkt, dass die Abteilungen ohne Umweg über das Controlling eigenständig Auswertungen vornehmen, um ihre Ergebnisse zu überprüfen. Das sorgt für Entlastung im Controlling und demonstriert eine gesunde Eigenverantwortung, die im Klinikum Oldenburg gern gesehen wird.