Thomas König vom IT-Service-Center des TWW bringt es auf den Punkt: "Die Arbeitsablaufsteuerung verstehen wir als einen erstklassig ausgestatteten Werkzeugkoffer, der uns nicht vorschreibt, was wir mit ihm anzustellen haben, sondern der uns einlädt, mit ihm etwas zu unternehmen." Allerdings muss man mit ihm umzugehen verstehen! Beim TWW erwies es sich als ideale Konstellation, dass mit EDV-Leiter René Berton ein exzellenter Kenner der medizinischen Prozesse und mit Thomas König ein versierter IT-Mann zusammentrafen. Unter diesen Voraussetzungen beanspruchte die AAS-Einführung nur wenige Arbeitstage.
Die Psychiatrische Psychotherapie war die erste Station, die für einzelne Prozesse - genauer: für die automatische Erstellung von Terminplänen - die AAS eingesetzt hat. Jeder neue Patient wird einer von sechs Gruppen zugeordnet. Sobald dieser Vorgang im KIS dokumentiert ist, ordnet die Arbeitsablaufsteuerung den Patienten seinen Maßnahmen wie Gruppentherapie oder Feldenkrais zu und stellt ihm einen individuellen Terminplan für bis zu sechs Wochen zusammen. Vor Einführung der Arbeitsablaufsteuerung wurden neue Patienten jedem einzelnen Therapeuten angekündigt - mit einem von Hand ausgefüllten Dokument, in das die Pfleger ergänzende Informationen aus der Pflegeanamnese eingetragen haben. "Das fällt nun komplett weg, denn die Terminpläne der betreffenden Leistungsstellen werden unter Berücksichtigung des neuen Patienten automatisch aktualisiert", bilanziert Stationsleiterin Petra Ginske - über 20 Minuten Zeitgewinn pro Patient, was bei durchschnittlich 270 Patienten im Jahr die stolze Ersparnis von 90 Arbeitsstunden ausmacht.
Die Arbeitsablaufsteuerung spielt ihre Stärken auch im organisatorischen Detail aus, zum Beispiel für Dr. Roland Nohr, den Oberarzt der Neurologie. Früher erhielt er Leistungsanforderungen auf einem handgeschriebenen Papierformular in sein Fach gelegt, was dazu führen konnte, dass ihn der "Auftrag" erst nach 24 Stunden erreichte. Wenn heute eine Diagnostik- oder Therapieleistung über das KIS angefordert wird, erhält Nohr - gesteuert über die AAS - automatisch eine Nachricht per E-Mail mit der jeweiligen Fragestellung. "Ich arbeite sehr viel mit Outlook und bin deshalb sofort informiert, auch wenn ich mich nicht im Stationsarbeitsplatz von medico//s befinde."
René Berton, EDV-Leiter im TWW, freut sich über das Feedback, das aus den Abteilungen kommt. "Die medico//s-Arbeitsablaufsteuerung wertet die Arbeit unserer IT-Mitarbeiter deutlich auf, weil wir nicht mehr nur für den Support in Erscheinung treten, sondern unseren Kollegen den Alltag spürbar erleichtern." Und dieser Trend dürfte sich fortsetzen, denn das TWW hat die Möglichkeiten der Prozesssteuerung mit AAS längst noch nicht vollständig ausgeschöpft.
„In psychiatrischen Kliniken besteht großer Bedarf an Instrumenten für die effiziente Prozesssteuerung.“
René Berton, EDV-Leiter
„Die Arbeitsablaufsteuerung generiert automatisch für jeden Patienten individuelle Terminkalender. Damit entlasten wir die Stationsmitarbeiter und die Patienten.“
Petra Ginske, Stationsleiterin
„Wir werden im Laufe der Zeit mehr und mehr Prozesse in die medico//s-Arbeitsablaufsteuerung einbinden. So schwebt mir beispielsweise ein Setting für die Schmerztherapie vor, das alle Anforderungen berücksichtigt und die beteiligten Fachbereiche automatisch informiert, sodass jeder auch ohne Teambesprechung sofort mit der Arbeit beginnen kann.“
Dr. Roland Nohr, Oberarzt der Neurologie