Das St. Vincenz-Krankenhaus in Paderborn nutzt seit 2008 den Management Explorer (MEX) von Siemens als zentrale Business Intelligence Plattform. Der Management Explorer ist ohne Schnittstelle tief in medico//s und damit auch in die Finanzbuchhaltung und das Patienteninformationssystem integriert. Während das Controlling seine Zahlen früher aus dem Patienteninformationssystem und aus diversen externen Softwaretools mühevoll in Excel-Berichten zusammenstellen musste, stehen ihm nun vordefinierte Auswertungen per Mausklick zur Verfügung - ohne zeitaufwendige manuelle Aufbereitung.
Vom großen Ganzen zum kleinen Detail
Von den sechs MEX-Explorern, die Siemens anbietet, setzt St. Vincenz derzeit drei ein: DRG-, BWL- und OP-Explorer. Mit dem DRG-Explorer stehen dem Controlling unter anderem Vorjahresvergleiche mit Jahreshochrechnungen, monatliche Vergleiche der fachabteilungsbezogenen Fallzahlen und der effektiven Bewertungsrelation sowie CMI-Analysen nach Fachabteilungen zur Verfügung. Die Ergebnisse werden je nach Fragestellung entweder in Tabellenform oder als Grafik dargestellt. Individuell konfigurierte Auswertungen lassen sich als benutzerspezifische Varianten speichern und immer wieder aktualisieren. Die Geschäftsführung nutzt die übersichtlichen und aussagekräftigen Analysen und Berichte beispielsweise für die Zielplanungsgespräche mit den Fachabteilungen, um Soll- und Ist-Daten "auf einen Blick" zu vergleichen. Die Analyse einzelner Fälle gehört in Paderborn zwar nicht zum Tagesgeschäft, dennoch nutzt die Klinik hin und wieder die Gelegenheit, sich ein konkretes Bild en détail zu machen.
Direkt im Anschluss an die Einführung des DRG-Explorers nahm auch der BWL-Explorer St. Vincenz-Krankenhaus den Betrieb auf. Das Controlling generiert damit regelmäßig Analysen und Auswertungen für Geschäftsführung und Aufsichtsrat. Dazu gehören der monatliche Kosten- und Erlösvergleich sowie Aufstellungen der neutralen Leistungen, jeweils aufgeschlüsselt nach Fachabteilungen und Stationen.
Ende 2008 schloss der OP-Explorer die Implementierung der ersten drei Management Explorer ab. Mit diesem Tool arbeitet bisher ausschließlich das Medizincontrolling, um etwa OP-Auslastungsstatistiken oder Diagnose-OP-Statistiken je Saal oder Fachabteilung zu erstellen.
"Licht ins Dunkel"
"Die Programme sind relativ einfach zu bedienen, sodass man auch mit geringer IT-Affinität die gewünschten Auswertungen vornehmen kann", lobt EDV-Leiter Wilhelm Brinkmann die Anwenderfreundlichkeit von MEX. Wenn er über den Nutzen des Management Explorers von Siemens philosophiert, verwendet er gerne eine Lichtmetapher: "In jedem Unternehmen gibt es Bereiche, die wirtschaftlich gut laufen, und andere, die im Schatten liegen. MEX ist unser Strahler, mit dem wir die eher schattigen Bereiche ausleuchten." Mit den drei Explorern gelingt das auf hocheffiziente Weise.
"Controlling besteht nicht in erster Linie darin, Zahlen zusammenzutragen. Es geht vielmehr um die Datenanalyse und um die richtigen Schlüsse, die man daraus zieht. Der Management Explorer von Siemens unterstützt den Controller bei seinem Kerngeschäft."
Wilhelm Brinkmann, EDV-Leiter