Die Entwicklung neuer Technologien in der Chirurgie wird durch den wachsenden Trend zu minimalinasiven Eingriffen vorangetrieben. Siemens bietet intra-operative Bildgebung und optische Navigationstechnologie, die diesen Trend unterstützen. Mit CAPPA C-Nav1 führte Siemens Healthcare auf dem Kongress der EFORT2, der im Juni 2009 in Wien stattfand, ein optisches Navigationssystem ein, das besonders für die Wirbensäulen- und Traumachirurgie geeignet ist.
Präzision ist eine grundlegende Voraussetzung im Operationssaal (OP). Beispielsweise hilft die von Siemens eingeführte neue Methode in der Wirbelsäulenchirurgie bei der genauen Positionierung von pedikulären Schrauben. In der Orthopädie wird die Navigationstechnologie zur Online-Visualisierung während der Stabilisierung degenerierter Knochen benutzt.
Vor der Operation erzeugt der Chirurg einen 3D-Röntgendatensatz der betroffenen Region, der zur Orientierung während des operativen Eingriffs verwendet wird. Der Chirurg navigiert während der Operation mithilfe von sogenanntem optischen Tracking, das über eine spezielle Stereokamera bereitgestellt wird. Die chirurgischen Instrumente und die betroffenen Körperregionen des Patienten werden mit unterschiedlich angeordneten, kleinen, reflektierenden Markierungssphären versehen. Die Kamera nimmt kontinuierlich die Position dieser Sphären auf und leitet sie an das Navigationssystem weiter. Der Chirurg kann nun während der Operation mit größerer Genauigkeit vorgehen. Durch die kontinuierliche Visualisierung von Operationsfortschritt und -resultat kann die Notwendigkeit eines zweiten Eingriffs vermieden werden.
Der Nutzen
CAPPA C-Nav ist ein passives Navigationssystem, das mit Infrarotlicht arbeitet. Die optische Navigationstechnologie hat den Vorteil, dass die Genauigkeit nicht durch die bei der Wirbelsäulen- und Traumachirurgie verwendeten metallischen Operationsinstrumente beeinträchtigt wird, wie es bei der elektromagnetischen Navigation der Fall sein kann. Ein weiterer Vorteil des Systems ist seine Präzision mit einer Auflösung unter zwei Millimetern. Darüberhinaus arbeitet CAPPA C-Nav kabellos.
CAPPA C-Nav verringert das Fehlerrisiko, minimiert die Strahlenbelastung und ermöglicht minimalinvasive Eingriffe. Dies schlägt sich nieder in einem verbesserten Workflow, einer geringeren Belastung des Chirurgen und einer besseren Patientenversorgung.
CAPPA C-Nav ist optimal auf den mobilen C-Bogen ARCADIS Orbic 3D zugeschnitten und ist bei Bedarf für diese Systeme nachrüstbar.
Pressemitteilung: Optisches Navigationssystem Cappa C-Nav erleichtert Chirurgen die Arbeit