Ein architektonisch beeindruckender Neubau, moderne Arbeitsabläufe, fortschrittlichste Geräteausstattung und eine gelebte Kooperation zwischen Radiologie und Kardiologie, von der alle profitieren – das ist die Erfolgsbilanz des Ende 2007 in Betrieb genommenen Diagnostikzentrums des Universitätsklinikums Frankfurt am Main.
Schon wenn man das lichtdurchflutete Gebäude betritt, ist man von der klaren Linienführung, der großzügigen Gestaltung und der angenehmen Lounge beeindruckt. Auch die medizinischen Köpfe des Diagnostikzentrums, der Direktor der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie, Professor Dr. Thomas Vogl, und der Kardiologe und Direktor der Medizinischen Klinik III, Professor Dr. Andreas Zeiher, verströmen eine gelassene Atmosphäre. Die Patienten fühlen sich hier gut aufgehoben – vor allem, weil beide Ärzte auf ihrem Fachgebiet anerkannte Kapazitäten sind und modernste Verfahren anwenden.
Vogl ist spezialisiert auf Computertomographie-(CT-) beziehungsweise Magnetresonanztomographie-(MR-)gestützte Interventionen bei Metastasen und Tumoren, insbesondere der Leber und Lunge. Für die transpulmonale perkutane Chemoembolisation (TPCE), eine lokalisierte Chemotherapie von Lungentumoren, oder die laserinduzierte interstitielle Thermotherapie (LITT) reisen Patienten aus der ganzen Welt an. Die Stärken von Zeiher sind unter anderem die regenerative Medizin, zum Beispiel mit Stammzellen, sowie komplizierte Katheterinterventionen und die intrakardiale Flussmessung bei Patienten mit diastolischer Dysfunktion.
Der passende Rahmen für diese vielfältigen Kompetenzen wurde mit dem neuen Diagnostikzentrum geschaffen. Um dem Umbruch im deutschen Gesundheitssystem gewachsen zu sein, war eine rasche Verbesserung der Baustruktur und Konzentration der Ressourcen erforderlich, wie der kaufmännische Direktor Dr. Hans-Joachim Conrad betont. Jetzt sind vom Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach über die radiologische und kardiologische Abteilung bis zum Schockraum im Keller alle wichtigen Funktionen vereint. „Transportwege konnten verkürzt, Prozesse optimiert und die Effizienz gesteigert werden“, betont Conrad. Das Zentrum ist mit der neuesten Bildgebungstechnik von Siemens ausgestattet, die durch die neue Struktur gezielt genutzt werden kann: Drei MRT-Systeme, drei Kardiosysteme, zwei Angiosysteme, ein Röntgensystem, drei CT-Scanner und ein Urologie-System ergänzen in Frankfurt herausragende Kompetenz, um den Patienten eine optimale Behandlung zu ermöglichen.