Doping schadet nicht nur dem Sport, sondern in erster Linie der Gesundheit. Besonders Nierenschäden sind eine Spätfolge der leistungssteigernden Substanzen. Diese können dank der Labordiagnostik nun aber erkannt werden, bevor eventuelle Erkrankungen irreversibel werden.
Mittel zur Leistungsförderung werden heutzutage primär mit der populärsten betroffenen Sportart in Verbindung gebracht: dem Radsport. Jedoch ist dieses Problem auch und vor allem bei Sportarten zu finden, die in Gewichtsklassen untergliedert sind, so beispielsweise in den Kampfsportarten Ringen oder Judo. Hier werden Diuretika eingesetzt, durch deren Einnahme ein großer Wasserverlust im Körper angeregt wird und so die zu einer enormen Gewichtsreduktion führen.
Chronische Zuführung von Diuretika hat für Sportler weitreichende Folgen. In den meisten Fällen führt sie zu irreparablen Nierenschäden, bedingt durch den gestörten Wasser- und Salzhaushalt im Organismus. Die Niere verliert dadurch ihre Filterfunktion. Da jedoch die Erkrankung in der ersten Zeit keine Schmerzen verursacht, ist die Labordiagnostik die einzige Möglichkeit die Qualität der Filterfunktion festzustellen. Mit dem Clinitek® Microalbumin Harnteststreifen wird ermittelt, ob eine Albuminausscheidung im Urin erfolgt – ein deutliches Zeichen für eine nicht intakte Niere. Bereits nach 60 Sekunden liegt das Ergebnis vor und erspart lange Wartezeiten. Die visuelle Auswertung erfolgt durch das Ablesen des Farbumschlages der Testfelder, die instrumentelle Auswertung dann innerhalb kurzer Zeit mit dem Clinitek Status® Analyzer.
Den Test auf sogenannte Mikroalbuminurie (Mikro = klein, Albumin = Eiweiß, Urie = Ausscheidung im Harn) wird den Risikogruppen – Diabetikern und Bluthochdruckpatienten – einmal jährlich empfohlen. Bei einer rechtzeitigen Diagnose können durch eine geeignete Behandlung ernsthafte Folgeschäden vermieden werden.
Die Nierenschäden-verursachenden Dopingmittel der Klasse „Diuretika“ werden auch in anderen Sportarten missbraucht, da sie als Verdünnung verbotener Substanzen im Blut dienen können. Daher stehen sie als „maskierende“ Substanzen auf der Dopingliste.