Siemens Healthcare und die Steadman Hawkins Research Foundation (SHRF) haben sich zu einer strategischen Allianz zusammengeschlossen, um mit einer neuen 3 Tesla (3T)-MRT-Technologie die orthopädische Bildgebung und die Forschung voranzutreiben. Hierfür setzen die Forscher der Organisation in Vail im US-Bundesstaat Colorado auf das neue Siemens-System MAGNETOM® Verio. Es ist das einzige MR-Gerät auf dem Markt, das eine Feldstärke von 3 Tesla, eine Magnetöffnung von 70 Zentimetern Durchmesser und die TimTM (Total imaging matrix)-Technologie vereint. Diese Kombination erweitert die diagnostischen Möglichkeiten bei höherer Bildqualität und ermöglicht mehr Patienten den Zugang zu einer Hochfeld-MR-Untersuchung.
J. Michael Egan, Vorstandsprecher der SHRF, erklärt: “Die Bildgebung ist entscheidend für die Diagnose, Behandlung und postoperative Bewertung in der Sportmedizin.“ Da Vail als Paradies für Outdoorsportarten wie Skifahren, Snowboarden, Bergwandern und Mountainbiken gilt, wird die MR-Technologie dort sicherlich häufig in Anspruch genommen werden. Mit einer Vielzahl an Applikationen und der stärksten klinisch eingesetzten Feldstärke wird das MAGNETOM Verio hauptsächlich benutzt werden, um sowohl die orthopädische Bildgebung und die sportmedizinische Radiologie, als auch spezifische Forschungsprogramme für Hüfte, Schulter und Knie voranzubringen. Das System wird voraussichtlich Ende 2008 am Vail Valley Medical Center (VVMC) installiert.
Nachdem das MAGNETOM Verio installiert ist, werden die Forscher des SHRF die mit dem MR-System gesammelten Daten dazu nutzen, eine neue Software zu testen, die speziell für die orthopädische Sportmedizin und Forschung in Vail entwickelt wird. Anschließend werden sie die Bilddaten mit ihren OP-Daten abgleichen und bestimmen, inwieweit mit dem bildgebenden Verfahren eine Übereinstimmung mit den Operationsergebnissen erzielt werden kann. So können Forscher zukünftig zum Beispiel die Physiologie von Knorpelgewebe bewerten und den Zustand und die Regeneration dieses Gewebes vor und nach einer Behandlung komplett nicht-invasiv bestimmen. Bislang führen Ärzte einen operativen Eingriff durch, um in ein Gelenk hineinzusehen und machen eventuell eine Biopsie, um die Ergebnisse oder den Fortschritt nach einer Operation abschätzen zu können. Für Sportler als Patienten wird es damit in vielen Fällen möglich sein, den Umfang einer Verletzung ohne chirurgische Eingriffe abzuschätzen und den Sportler auf dem Spielfeld (oder im Falle von Vail auf der Piste) zu lassen anstatt abzuwarten, bis er oder sie sich von dem Diagnoseverfahren erholt hat.