In den anderen beiden Untersuchungsgruppen wurden zum einen mit volumetrischen Messungen mittels MRT die Adaptation des Herzens an die Dauerbelastung gemessen, zum anderen die Hirnaktivität in bestimmten Hirnregionen, die für Motivation und Schmerzempfinden verantwortlich sind. „Diese Sportler wachsen täglich über sich selbst hinaus. Sie laufen trotz zum Teil erheblicher Schmerzen weiter“, erzählt Schütz. „Wir glauben, dass jene Läufer, die den Marathon bis zum Ende durchhalten, besonders gute Fähigkeiten zur Willensanstrengung und Schmerzunterdrückung haben. Mit funktionellen MRT-Untersuchungen könnten wir genau das feststellen." Diese Chance hat Schütz nun mit 30 der 42 Probanden, die den Zieldurchlauf am 21. Juni in Nordkapp geschafft haben. Die insgesamt 700 MR-Untersuchungen aus dem gesamten Lauf werden der Radiologe und seine Mitarbeiter im Laufe des nächsten Jahres auswerten.