Die neueste Innovation zur Dosisreduktion in der Computertomographie (CT) ist das Adaptive Dose Shield – erstmals vorgestellt mit dem CT-Scanner SOMATOM® Definition AS beim RSNA 2007. Mittels eines an der Röhre angebrachten dynamischen Kollimators beseitigt diese Technologie unnötige Strahlung, die nicht zur Bildrekonstruktion genutzt wird. Die Kollimatorlamellen können sehr schnell bewegt werden. Sie öffnen und schließen sich automatisch am Anfang und Ende jeder Spiralaufnahme und eliminieren so Überstrahlung.
Ein weiterer Durchbruch in der CT-Technologie ist mit der Einführung der Dual Source CT schon 2005 erreicht worden. Mit dem wegweisenden Dual Source CT-Scanner SOMATOM Definition wird die Aufnahme und Bildgebung des Herzens für alle Herzpatienten möglich, während gleichzeitig die Strahlendosis drastisch reduziert wird. Die neue Adaptive Cardio Sequence mindert die Dosis deutlich unter das Niveau einer Herzkatheter-Untersuchung – während sie gleichzeitig außerordentlich klare und qualitativ hochwertige Bilder der Herzkranzgefäße erzeugt. In einer 120 Patienten umfassenden Studie der Universität Zürich wurde gezeigt, dass die Herzdosis auf 2,5 Millisievert (mSV) reduziert werden kann.
Bild: Mit freundlicher Genehmigung von: Deutsches Herzzentrum, München.
Bereits 2003 hatte Siemens Care Dose4D eingeführt, die erste vollautomatische Strahlenexpositionskontrolle. Sie basiert auf anatomiespezifischer Dosismodulation in Echtzeit und ermöglicht – je nach Körperregion – eine zusätzliche Dosisreduktion um bis zu 66 Prozent. Und schon 1999 hatten Siemens-Wissenschaftler und -Ingenieure die erste EKG-synchronisierte Dosismodulation für die Herzbildgebung entwickelt. Studien zufolge beträgt die routinemäßige Dosisreduktion bei Herzuntersuchungen hier 30 bis 50 Prozent verglichen mit Untersuchungen ohne EKG-Pulsung.
Verpflichtung für die Zukunft
Siemens setzt auch zukünftig höchste Priorität auf die Reduktion der Strahlendosis. Neue technische Entwicklungen wie organspezifische Dosismodulation oder vollautomatische Spannungsanpassung zeichnen sich bereits ab und werden die Strahlenexposition für den Patienten weiter reduzieren.