Zerebrovaskuläre Krankheiten sind die zweithäufigste Todesursache weltweit. Dieser Trend wird sich bis ins Jahr 2030 möglicherweise noch ausweiten [1]. Leider gehen die meisten Menschen mit Schlaganfallsymptomen nicht rechtzeitig ins Krankenhaus und erhalten so nicht die notwendige zeitnahe Behandlung, die bleibenden Schäden oder gar den Tod verhindern könnte. Dies deutet darauf hin, dass das Versorgungssystem für Schlaganfallopfer verbessert werden kann. Innerhalb der ersten drei Stunden nach Eintritt ist die kontrastmittellose kraniale Computertomographie (CT) die primäre Methode zur Differenzialdiagnose des akuten Schlaganfalls. Jüngste Forschungsergebnisse zeigen signifikant verbesserte Resultate bei Patienten mit akutem Schlaganfall nach Lyse-Therapie mit Alteplase, selbst im Zeitraum von drei bis viereinhalb Stunden nach den ersten Symptomen [2].
Auf Grundlage dieser Resultate wird erwartet, dass die zusätzliche Anwendung der Perfusions-CT durch Vergleich von Kerninfarkt und gefährdetem Gewebe zu positiven Ergebnissen für die Patienten beitragen kann.
Die CT-Perfusionsbildgebung mit syngo® Volume Perfusion CT Neuro kann gemäß einer großen Single-Center-Studie [2] in Notfallstationen dazu dienen, akuten Schlaganfall schneller zu diagnostizieren als mit Magnetresonanztomographie (MRT). Die Resultate zeigen, dass die CT-Perfusion den akuten Schlaganfall (AIS) mit hundertprozentiger Genauigkeit anzeigt. In die klinische Praxis übernommen, so die Forscher, führt dieses Vorgehen zu dramatisch verkürzten Diagnosezeiten – gegenüber dem MR-Screening um über 50 Prozent. Laut Aussage der Studie können Resultate bereits innerhalb von fünf Minuten nach Lagerung des Patienten auf dem CT-Tisch vorliegen – mit MRT dauert es eine halbe Stunde. Darüber hinaus wäre die weitverbreitete Anwendung der Perfusions-CT ein praktischer Weg, die Diagnosezeiten beim akuten Schlaganfall signifikant zu reduzieren, die Behandlung zielgerichtet zu planen und das Risiko falscher thrombolytischer Therapie zu vermindern. Der durchschnittliche Zeitbedarf zwischen der neurologischen Notfalluntersuchung und dem CT-Scan beträgt nur 35 Minuten. Die vorgelegten Resultate könnten die nationalen Triage-Protokolle für Schlaganfall verändern.
Abgesehen vom Geschwindigkeitsvorteil wird die dynamische Perfusions-CT zunehmend für die Differenzialdiagnose bei akutem Schlaganfall anerkannt. Die Mehrschicht-CT mit wachsender Anzahl an Detektorzeilen hat die hochaufgelöste CTA der Gehirngefäße zu einer klinischen Routineuntersuchung gemacht. Andererseits hat sie bisher noch nicht die in der Detektorbreite liegenden Einschränkungen der traditionellen CT-Perfusionsbildgebung überwunden. Innovative Technologie wie der einzigartige Adaptive 4D-Spiral-Modus der SOMATOM® Definition Familie von Siemens überwindet die Beschränkungen des statischen Detektordesigns und bringt nun die Volumen-Perfusionsbildgebung des gesamten Hirns in die klinische Routine.
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* Erfordert adaptiven 4D-Spiral-Modus
[1] World Health Statistics 2008
[2] The Role of CT Perfusion Imaging in Acute Stroke Diagnosis: A Large Single-Center Experience, Rai et al., The Journal of Emergency Medicine, Volume 35, Issue 3, Pages 237-354, October 2008)