Die alternde Bevölkerung, die gestiegene Akzeptanz der Computertechnologie unter Medizinern und das Effizienzstreben im Gesundheitswesen weisen den Weg zu innovativen CT-geführten Interventionen. Vor allem in der Chirurgie streben medizinische Einrichtungen starke Verbesserungen im operativen Bereich an. Zu den Veränderungen in der Medizintechnik der letzten 20 Jahre zählen unter anderem Innovationen in der Computertomographie und eine verstärkte Anwendung von minimalinvasiven Prozeduren. Aktuelle Beurteilungen des Marktpotenzials deuten auf eine starke Zunahme von CT-geführten Verfahren hin. Dazu gehören zum Beispiel die Schmerztherapie, die Tumorbiopsie und andere minimalinvasive chirurgische Verfahren [1].
Eine CT-geführte Untersuchung ist bereits eine minimalinvasive Prozedur, daher gibt es weniger Komplikationen, der Patient gesundet schneller und kann früher entlassen werden als im Fall einer konventionellen Operation. Betten werden schneller frei, was auch zu Kostensenkung führt. Mit wachsender Erfolgsrate sinkt die Anzahl der zu wiederholenden Prozeduren und das Risiko der Fehlbehandlung verringert sich. Durch die geringere Infektionsrate wird die Zahl der Patienten mit klinikverursachter Sepsis gesenkt. Darüber hinaus können CT-geführte Untersuchungen häufig sogar ambulant durchgeführt werden.
Dank der jüngsten technologischen Innovationen bei Siemens Healthcare sind 3D-geführte CT-Interventionen erstmals auf dem Markt erhältlich und für die klinische Routine verfügbar. Über herkömmliche CT-geführte Prozeduren hinaus ermöglichen die 3D-geführten CT-Interventionen Behandlungen, die bisher als zu riskant oder kompliziert betrachtet wurden. Insbesondere wird dies zu einem Fortschritt in der modernen Intensivmedizin führen, zum Beispiel zur frühen Frakturstabilisierung bei Traumapatienten. Die Mehrheit der Komplikationen, die bei herkömmlicher Frakturstabilisierung auftreten, betreffen den chirurgischen Eingriff, nicht die eigentliche Verletzung. Weniger invasive Behandlungsalternativen sind daher sinnvoll. Die Verwendung eines SOMATOM Definition CT Scanners mit der neuen Interventional Suite für 3D-geführte Interventionen von Siemens kann die Osteosynthese noch weiter optimieren. Durch innovative Workflowelemente wie das tischmontierte Modul “i-Control”, das die Bedienung aller Tisch- und Scannerbewegungen im Gantryraum erlaubt, können Vorlaufzeit und Strahlungsbelastung erheblich reduziert werden. Automatisierte Abläufe und individuelle Anpassungsmöglichkeit erhöhen die Sicherheit des Radiologen, keine Struktur innerhalb der Zielregion zu verletzen.
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[1] Kalorama Information: Worldwide Minimally Invasive Surgery Market, 2008
[2] Mit freundlicher Genehmigung des Universitätsklinikums München.
[3] Mit freundlicher Genehmigung des Universitätsklinikums Erlangen.