Wenn ein Patient mit dem Verdacht auf eine Krebserkrankung in eine Klinik überwiesen wird, beginnt für ihn normalerweise ein längerer Diagnoseprozess, in dem er sich an mehreren Terminen Untersuchungen mit unterschiedlichen Modalitäten unterziehen muss. Beim Rektumkarzinom beispielsweise schließt sich nach der Primärdiagnostik mittels Magnetresonanztomographie (MRT) in der Regel noch eine Computertomographie (CT-)-Untersuchung des Oberbauchs, eine Sonographie und eine weitere CT des Thorax an, um die genaue Anatomie des Tumors zu bestimmen und Metastasen zu lokalisieren.
In der Radiologischen Abteilung der Universitätsklinik Freiburg erhalten die Ärzte all diese Informationen aus einer einzigen MRT-Untersuchung. Die Siemens-Innovation syngo® TimCT – eine Software- und Hardware-Technologie für die MRT – ermöglicht es, den Patienten wie bei einer Computertomographie in einem Durchgang von Kopf bis Fuß zu scannen. In wenigen Arbeitsschritten werden die primäre Evaluation des Tumors, seine Ausbreitung und seine Metastasen abgeklärt. So steht in Freiburg innerhalb von 20 Minuten eine umfassende Diagnose fest, für die sonst oft mehrere Tage oder sogar Wochen nötig sind.
Bei der MRT-Untersuchung mithilfe von syngo TimCT gleitet der Patient auf einem sich kontinuierlich vorschiebenden Tisch langsam durch die Röhre. Die Systemsoftware eliminiert Bewegungsartefakte, so dass die Aufnahmen eine exzellente Qualität aufweisen und sehr genaue Hinweise auf ein Rezidiv oder auf Metastasen liefern können. Da diese Bilder in nur etwa sechs Minuten und ohne den Patienten umzulagern aufgenommen werden, verbessert sich der Komfort für den Patienten erheblich. Außerdem vereinfacht sich der Arbeitsablauf und die schnelle Untersuchung ermöglicht einen erhöhten Patientendurchsatz.
Dass nur noch eine einzige Untersuchung für eine detaillierte Diagnose nötig ist, kommt natürlich dem Patienten zugute, der nun nicht mehr verschiedene, anstrengende Untersuchungen an zeitversetzten Terminen wahrnehmen muss. Aber auch dem Klinikpersonal wird die Arbeit sehr erleichtert – und nicht nur durch die Zeitersparnis. Professor Dr. Mathias Langer, Ärztlicher Direktor der Radiologie in Freiburg, betont, dass nun auch die Gefahr des Informationsverlusts sinkt, der bei der Kommunikation von Untersuchungsergebnissen aus mehreren Terminen zwischen den einzelnen Disziplinen entsteht: „Bei uns bekommen Onkologe, Internist, Chirurg und Strahlentherapeut alle Informationen, die sie brauchen, aus einer einzigen Untersuchung.“ So ermöglicht die TimCT-Technologie eine schnelle, nahtlose und sichere Diagnose von Tumoren und entlastet die Ärzte, die sich verstärkt auf den Patienten konzentrieren können.