Einer der weltweit stärksten Magnetresonanztomographen für die Krebsforschung geht am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg in Betrieb. Herz des Geräts ist ein 32 Tonnen schwerer supraleitender Magnet, der kürzlich nach seiner Reise vom britischen Oxford in dem eigens erstellten Gebäude im DKFZ aufgestellt wurde.
Das System bietet eine Bildauflösung bis in den molekularen Bereich hinab. Den leistungsfähigen Magnetresonanztomographen stellt Siemens den Heidelberger Krebsforschern zur Verfügung. Das Unternehmen und das DKFZ verbindet seit vielen Jahren eine fruchtbare strategische Allianz. Um die Umgebung gegen das starke Magnetfeld abzuschirmen, ließ das Deutsche Krebsforschungszentrum im Gegenzug ein Gebäude der Extraklasse errichten: Tonnenweise Edelstahl wurde verbaut, eine besondere Betondecke im Fundament stabilisiert den über 35 Tonnen schweren Magneten.
Dr. Bernd Montag, Leiter der Division Imaging & IT bei Siemens Healthcare, sagt: „Weit über 200.000 Menschen in Deutschland sterben jedes Jahr an Krebs. Die frühzeitige Erkennung und effektive Behandlung dieser Krankheit ist daher ohne Zweifel eine der großen Herausforderungen in der Medizin. Die Magnetresonanztomographie mit 7 Tesla verspricht hier zahlreiche neue Erkenntnisse über den Aufbau und das biologische Verhalten von Tumoren. Gemeinsam mit dem DKFZ wollen wir diese vielversprechende Technologie weiter entwickeln, damit in Zukunft noch mehr Patienten auf der ganzen Welt davon profitieren können."
Auch Professor Otmar D. Wiestler, Wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums, ist von der Allianz überzeugt: „Die enge Kooperation mit Siemens hilft uns dabei, die Spitzenposition des Deutschen Krebsforschungszentrums in der Entwicklung innovativer diagnostischer und strahlentherapeutischer Verfahren bei Krebserkrankungen zu sichern.“ Davon profitieren beide Partner gleichermaßen, denn Siemens wird durch die intensive Zusammenarbeit ermöglicht, neue Erkenntnisse schnellstmöglich in neue Geräte einfließen zu lassen. „Unser Ziel ist es, unsere Erfolge in der Grundlagenforschung bald den Patienten zugute kommen zu lassen. So wollen wir den ersten Patienten noch in diesem Jahr in die neue ‚Röhre’ legen“, betont Wiestler.
Hauptvorteile der Ultrahochfeld-MRT