syngo® TimCT Oncology* – eine kombinierte Hardware- und Software-Lösung – ermöglicht durch den kontinuierlichen Tischvorschub den Scan von Kopf bis Fuß in nur einem einzigen Schritt. Die Technik eignet sich unter anderem gut für das lokale Tumor- und Krebs-Staging. Forschungsergebnisse am Universitätsklinikum Freiburg heben die hohe diagnostische Genauigkeit des Verfahrens hervor. Die Abteilung wendet es seit Ende 2005 für das Ganzkörper-Staging bei Rektumkarzinom, bösartigen gynäkologischen Tumoren, Prostatakrebs, Mammakarzinom, Bronchialkarzinom, gastrointestinalen Stromatumoren (GIST), Plasmozytomen und Lymphomen sowie zur diagnostischen Aufarbeitung bei Morbus-Crohn-Patienten an.
In der Untersuchung mit syngo TimCT Oncology gleitet der Patient auf einem sich kontinuierlich vorschiebenden Tisch langsam durch die Magnetröhre. Bewegungsartefakte werden durch die Software des Systems, die spezifische Online-Rekonstruktion und diverse technische Anpassungen weitgehend minimiert. syngo TimCT liefert durch die nahtlose Ganzkörperbildgebung nicht nur eindrucksvolle Bildqualität, die Zeitersparnis verbessert zusätzlich den Arbeitsablauf: Der Patient muss zur Abdeckung des gesamten Körpers weder umgelagert noch schrittweise untersucht werden.
Das Universitätsklinikum Freiburg hat aufgrund der Erfahrungen, die mit syngo TimCT Oncology bezüglich abdominalen Krebs-Stagings gemacht wurden, den Untersuchungsablauf für Rektal-Karzinome geändert. [1,2] In einem weiteren Schritt dehnten die Forscher des Klinikums ihre Untersuchungen mit dieser Methode auf die Lungen aus, um Tumorpatienten eine komplette Bildgebung in nur einem Scan anbieten zu können. Zum Erkennen von Pulmonalknoten wurde die atemunabhängige TIRM-Sequenz des Mehrschichtprotokolls mit der Mehrzeilen-Computertomographie als Referenzstandard verglichen. In der Studie konnten insgesamt 321 Lungenknoten identifiziert werden. Pro Patient betrug die Sensitivität für Lungenknoten 81,8 Prozent, die Spezifität entsprechend 94,7 Prozent. Die Receiver Operating Characteristic (ROC) Analyse ergab hinsichtlich der Spezifität hohe Werte zwischen 91,6 und 99,1 Prozent, wobei für Läsionen mit einem Durchmesser größer als drei Millimeter die durchschnittliche mittlere Sensitivität bei über 90,2 Prozent lag, die Genauigkeit bei über 94,5 Prozent. Bemerkenswert ist vor allem, dass die Methode beinahe unabhängig vom Grad der Mitwirkung des Patienten durchgeführt werden kann. Alle klinisch relevanten Lungenläsionen sind klar erkennbar und können so bei Nachuntersuchungen kontrolliert werden.
*This product does not fulfill all essential requirements according to the European Medical Device Directive (93/42/ECC) and its national implementations. It is not yet commercially available in the European Union
**Courtesy of University Hospital Freiburg, Germany.
[1] Schaefer O, Langer M.: Detection of recurrent rectal cancer with CT, MRI and PET/CT. Eur Radiol 2007;17:2044–2054.
[2] Schafer AO, Baumann T, Pache G, Wiech T, Langer: M. Preoperative staging of rectal cancer. Radiologe 2007 [Epub].