Trotz ihrer diagnostischen Vorteile hat die Magnetresonanztomographie (MRT) ihre Grenzen bei bestimmten Patienten wie Kindern und Heranwachsenden sowie klaustrophobischen oder fettleibigen Patienten. Um diese Grenzen zu überwinden, haben South Jersey Radiology Associates für zwei ihrer Praxen östlich von Philadelphia ein MAGNETOM® Espree und ein MAGNETOM Verio, zwei Open-Bore-Systeme mit einer Magnetöffnung von 70 Zentimetern Durchmesser, beschafft. 2005 hat das MAGNETOM Espree (1,5 Tesla) zwei konventionelle 1,5-Tesla-Systeme ersetzt. “Dadurch konnten wir Patienten untersuchen, die wir vorher nicht mit MRT untersuchen hätten können”, sagt Dr. William F. Muhr, Direktor für abdominelle Bildgebung der privaten Praxis. Anfang 2008 folgte dann die Anschaffung des MAGNETOM Verio (3 Tesla) in einer anderen Niederlassung. „Beide erfüllen ähnliche Aufgaben in der jeweiligen Praxis, und wir versuchen natürlich, schwierig zu untersuchende Patienten dorthin einzubestellen.“
Muhr merkt an, dass die beiden Systeme dank ihrer großen Öffnung nicht nur die Untersuchung komplizierter Fälle ermöglichen; sie beschleunigen auch den Arbeitsablauf. Zum einen ist es leichter, Patienten zu positionieren, zum anderen sind seltener Zweitaufnahmen nötig, weil sich Patienten nicht mehr aufgrund von Platzangst bewegen. Dieser Vorteil der weiten Magnetöffnung wird noch durch die Siemens-Software syngo® BLADE zur Bewegungskorrektur ergänzt. „Wir untersuchen an einem 15-Stunden-Tag etwa 25 bis 30 Patienten pro System“, sagt Muhr.
Als zweites Open-Bore-System hat man sich bei South Jersey Radiology für das Hochfeld-System MAGNETOM Verio (3 Tesla) entschieden, weil bestimmte Körperregionen mit 1,5 Tesla nur schwierig dargestellt werden können. „Wir erhalten wirklich gute Bildqualität in Untersuchungen des Abdomens bei fettleibigen Patienten, ebenso bei der anspruchsvollen Bildgebung von kleinen Strukturen wie dem Handgelenk“, sagt Muhr. Er fügt hinzu, „Dank der 3-Tesla-Technologie mit Open Bore können jetzt Patienten mit MRT untersucht werden, die mit konventionellen Systemen nicht hätten untersucht werden können.“ Aufgrund seiner schnellen Untersuchungszeiten – beispielsweise für eine orthopädische Untersuchung 15 Minuten im Vergleich zu 45 Minuten mit einem konventionellen Open-Bore-System – hat MAGNETOM Verio auch die Herzen der Patienten erobert. „Neunzig Prozent fragen bei der nächsten Untersuchung ausdrücklich nach dem offenen 3-Tesla-System mit der Magnetöffnung von 70 Zentimetern Durchmesser.“