Zwei Elektrophysiologen am Klinikum Coburg berichten über ihre Erfahrungen mit syngo® DynaCT Cardiac 3D Bildgebung während der Behandlung von komplexen Herzrhythmusstörungen.
Bis heute ist es üblich vor einer Katheterablationen zur Behandlung von Vorhofflimmern, einen diagnostischen Scan mit dem Computertomographen (CT) oder Magnetresonanztomographen (MRT) durchzuführen. Die zunehmende Bedeutung der Ablationstherapie bei Vorhofflimmern und die gestiegene Anzahl der Betroffenen, fordern Behandlungsmethoden auf höchstem technologischem Niveau. Deshalb hat sich das Klinikum in Coburg für neue Möglichkeiten bei der 3D-Bildgebung mit dem Angiographiesystem direkt im elektrophysiologischem Labor entschieden, um so die Behandlung von komplexen Arrhythmien besser und effizienter durchführen zu können. Die beiden Elektrophysiologen, Professor Johannes Brachmann und Dr. Georg Nölker glauben, dass sich mithilfe von syngo DynaCT Cardiac ihr täglicher Arbeitsablauf verändern wird. „Wir sind davon überzeugt, dass syngo DynaCT Cardiac die Bildgebung mit einer neuer Funktionalität bereichert und dazu beitragen wird, die Qualität der Bildgebung während des Eingriffs zu verbessern“, meint Professor Brachmann. Laut Dr. Nölker wird die Effizienz der Verfahren durch verschiedene Aspekte gesteigert: „Für mich besteht Effizienz aus verschiedenen Bestandteilen: Behandlungsdauer, Wirksamkeit und Sicherheit.“ Die Kombination von 2D- und 3D-Bilddaten ermöglicht es, syngo DynaCT Cardiac Bilder mit herkömmlichen Fluoroskopiebildern zu überlagern und ein Echtzeitbild in 3D zu liefern und das alles während der Patient auf dem Tisch liegt. Von den auf diese Weise verbesserten Informationen über die Struktur des Herzens und der umliegenden Anatomie erwartet Professor Brachmann mehr Sicherheit bei Ablationen.
Im Klinikum Coburg hat syngo DynaCT Cardiac dazu beigetragen, den Workflow zu verbessern und die Verfahrensabläufe zu vereinfachen. Vor der Installation des neuen Angiographiesystems Artis zee plante die Abteilung Lungenvenenisolierungen auf zuvor akquirierten CT-Bildern des Herzens. Heute werden diese 3D-Aufnahmen mit dem Angiographiesystem im EP-Labor direkt vor der Therapie durchgeführt. Der linke Vorhof kann innerhalb weniger Sekunden mit syngo InSpace EP segmentiert und mit dem Durchleuchtungsbild überlagert werden. „Die Überlagerung von 2D und 3D vereinfacht sowohl die Orientierung während des Mappings als auch während der Ablation,“ erklärt Dr. Nölker. Gegenwärtig werden die Aufnahmen der Live-Fluoroskopiebilder und die 3D-Bilder mithilfe von syngo iPilot übereinander gelegt, um so den Katheter für die Ablation zu positionieren. Der Workflow wird beschleunigt, da die 3D-Bilder und die Fluoroskopiebilder mit demselben System akquiriert werden und keine aufwändige Registrierung mehr notwendig ist. Die verbesserten Arbeitsabläufe zeigen sich auch im Ergebnis. Vergleicht man dieses Verfahren mit anderen konventionellen Bildgebungstechniken sind die Coburger Ärzte zu dem Schluss gekommen, dass syngo DynaCT Cardiac eine zuverlässige Abbildung der Speiseröhre liefert, was beim Mapping und der Navigation während des PVAI (Pulmonary Vein Antrum Isolation) hilft.
Die verbesserte Qualität der Bildgebung ermöglicht eine detailliertere Analyse der Herzstrukturen. Den durch syngo DynaCT Cardiac verkürzten Lernprozess beschreibt Dr. Nölker als äußerst hilfreich bei der Ausbildung: „Beim Anlernen unserer Kollegen haben wir bemerkt, dass sich die 3D-Visualisierung unterstützend auf das Verständnis der Anatomie auswirkt und so bei der Orientierung hilft.“