Für die effiziente Diagnose und Bewertung onkologischer Bilddaten nutzen viele Radiologien die Standards von „RECIST“1 (response evaluation criteria in solid tumors) und der WHO2. Dabei erleichtern ein direkter Zugang zu den richtigen Messwerkzeugen sowie dezidierte Befundungsmöglichkeiten den Vergleich der Ergebnisse der Eingangsuntersuchung mit dem jeweils aktuellen Status quo – und damit die fundierte Bewertung über das Anschlagen bzw. den Verlauf der Therapie. Gerade in dieser Situation können Radiologen von den Stärken der Bildbefundungs-Software syngo®.via3 profitieren – nicht nur in Bezug auf die Frage, ob ein vorliegender Fall stabil oder fortschreitend ist, sondern auch bei der Entscheidung für oder gegen eine Fortführung der Therapie.
Durch die Bündelung einer ganzen Reihe von Funktionen für die onkologische Befundung erleichtert syngo.via die Bewertung – und das sowohl parallel zur üblichen Befundung über das Picture Archiving and Communication System (PACS) oder direkt über die CT Oncology Engine. Noch bevor der Fall aufgerufen wird, arbeitet syngo.via im Hintergrund, um wichtige Bilddaten des Patienten aus früheren Untersuchungen bereit zu halten. Zudem bereiten spezielle Lösungen wie Computer Aided Detection (CAD) – bei Lungenkrebs – oder Polyp-Enhanced Viewing (PEV) – für virtuelle Kolonoskopien – den Fall für die Zweitbefundung vor. Für den effizienten Vergleich mit früheren Untersuchungen werden die aktuellen Bilddaten sowie die Aufnahmen der Anfangsuntersuchung in das vom Befunder bevorzugte Layout geladen. Dabei werden die Datensätze automatisch registriert, damit die gleichen Körperregionen während des Scrollens in beiden Datensätzen synchron dargestellt werden. Wurde der Erstbefund bereits mit Hilfe von syngo.via erstellt, können diese Daten einfach im Findings Navigator aufgerufen und mit der entsprechenden Läsion im aktuellen Scan verglichen werden. Sobald die Läsion im Erstbefund und in der aktuellen Untersuchung gemessen und verlinkt ist, stellt das Bewertungstool relevante Informationen über RECIST und Volumenveränderungen des Tumors zur Verfügung.
Anders als beim konventionellen zweidimensionalen Auslesen der Daten mit PACS, liefert syngo.via durch das Verarbeiten von Volumendaten und die Nutzung von Algorithmen zur automatischen Segmentierung jederzeit reproduzierbare Ergebnisse für die Bewertung des Tumorvolumens. Gerade bei Volumenmessungen haben Wissenschaftler signifikante Abweichungen bei der Krankheitsbewertung im Vergleich zu RECIST bzw. WHO aufgezeigt und deshalb umfangreichere Studien gefordert.4 Die CT Oncology Engine bietet hierzu genau die richtigen Werkzeuge.
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1 Eisenhauer EA et al. New response evaluation criteria in solid tumors: revised RECIST guideline (version 1.1).J. Eur J Cancer. 2009 Jan;45(2):228-47
2 World Health Organization, WHO Handbook for Reporting Results of Cancer Treatment, Offset Publication No. 48, Geneva, 1979
3 syngo.via kann als Einzelsystem oder zusammen mit weiteren syngo.via-basierten Software-Optionen verwendet werden, die selbst rechtlich eigenständige Medizinprodukte sind.
4 Prasad SR, et al. CT tumor measurement for therapeutic response assessment: comparison of uni-dimensional, bi-dimensional, and volumetric techniques—initial observations. Radiology 2002; 225(2):416–419