2/2006
Vor kurzem stellte Siemens Medical Solutions syngo® BEAT vor – die neueste Version der bahnbrechenden Software- Anwendung, die dem Arzt Kardio-MRT-Untersuchungen deutlich vereinfacht. syngo BEAT ist mit der Tim®-(Total imaging matrix)-Technologie erhältlich und stellt eine Kombination der besten Merkmale aus der Kardio-MRT dar – Morphologie, Funktion, Gewebecharakterisierung und 3D-Koronaranatomie, und dies alles in nur einem Werkzeug. Der Arzt kann damit kardiovaskuläre Erkrankungen früher erkennen und diagnostizieren und mehr Behandlungsoptionen anbieten.
syngo BEAT widerlegt die verbreitete Ansicht, dass die Kardio-MRT ein kompliziertes, zeitaufwändiges und nur von Fachleuten und Forschungszentren verwendetes Verfahren sei. Dieses Werkzeug enthält alles, was für die Diagnose von kardiovaskulären Erkrankungen erforderlich ist. Durch einen einfachen Mausklick kann der Arzt Parameter ändern, zum Beispiel von 2D auf 3D, von Atem anhalten auf freie Atmung oder von Morphologie auf Funktion oder Gewebecharakterisierung umschalten. Dank dieser ausgezeichneten Funktionalität kann syngo BEAT auch bei adipösen und pädiatrischen Patienten, bei Patienten mit Arrhythmie oder Kurzatmigkeit sowie bei allgemein schwierig zu behandelnden Patienten eingesetzt werden. Gleichzeitig steigert die Modalität das Vertrauen und den Komfort des Patienten.
Mit syngo BEAT können heute die meisten kardiologischen Überweisungen untersucht werden. „Trotz all den Innovationen in der medizinischen Bildgebung gilt die Kardio-MRT nach wie vor als sehr komplizierte Untersuchung, die zur effizienten Erkennung, Diagnose und Behandlung von kardiologischen Erkrankungen eine Reihe verschiedener Techniken erfordert“, sagte Nancy Gillen, Vice President des Unternehmensgebiets MRT bei Med. „syngo BEAT dagegen bietet ein leicht zu bedienendes Werkzeug. Der Arzt kann durch einfachen Klick mit der Maus die Untersuchungsart wechseln und die Untersuchung den individuellen Bedürfnissen des Patienten anpassen. So wird der Prozess erheblich einfacher.“
Zwei voll digitalisierte Kardiologiekliniken, das Heart Center of Indiana (THCI) und das Nebraska Heart Hospital (NHH), übertreffen die Anforderungen der führenden Vorgaben in der Branche. Die beiden Kliniken sind sich sehr ähnlich hinsichtlich Alter, Größe, Spezialisierung, Technologieimplementation, Mission und patientenzentrierter Philosophie und ihr Erfolg beruht auf einer klaren Fokussierung auf Best Practices in Zusammenarbeit mit Siemens Medical Solutions als Systemlieferanten.
Daher wurden Produkte, Dienste und Technologie zu einer Performance-Leistung kombiniert. So schlossen sich die Teams von Siemens und den Kliniken zusammen, um eine integrierte Performance-Lösung in den klinischen, operationellen und finanziellen Bereichen zu erarbeiten. Resultate, Prozesse, Strukturen und Patientenmaßnahmen stehen an erster, und finanzielle Kenngrößen an zweiter Stelle. Heute bieten das THCI und NHH einen Versorgungsstandard mit Weltklasse: Für Koronararterien-Bypass-Operationen beträgt die mittlere Verweildauer in der Klinik 6,4 Tage am THC und 4,8 Tage am NHH, während der US-Durchschnitt nach Angaben der Society of Thoracic Surgeons (STS) bei 9,0 Tagen liegt. Die Mortalität liegt bei 1,1 Prozent (THCI) und 0,9 Prozent (NHH), wiederum deutlich unter dem Durchschnittswert von 2,1 Prozent der STS.
Bei perkutanen Koronarinterventionen beträgt die Erfolgsrate 99 Prozent am THCI und 98 Prozent am NHH, relativ zum US-Durchschnitt von 91,6 Prozent, publiziert durch das American College of Cardiology (ACC). Über 98 Prozent der Patienten bezeichneten die Versorgung und Pflege im THCI als „gut oder ausgezeichnet“, und das NHH erhielt eine Zufriedenheitsnote von 94 Prozent. Der nationale Durchschnitt für die Patientenzufriedenheit in den USA liegt bei ca. 80 Prozent.
Mit Inveon™ bietet Siemens Medical Solutions eine neue Generation der präklinischen Bildgebung. Diese einzigartige Bildgebungsplattform ist als modulares oder integriertes System erhältlich und bietet Forschern die Möglichkeit, die Vorteile einer beliebigen Kombination von präklinischen Hybridbildgebungssystemen und modernsten Applikationen von Siemens für neue Forschungsmöglichkeiten auszunutzen. Inveon kann sowohl die Grundlagenforschung als auch Arzneimittelentwicklungsprozesse vereinfachen.
Es bietet die Möglichkeit zur Identifizierung spezifischer biologischer Prozesse, zur Analyse des Wirksamkeitsprofils von Verbindungen und zur Beobachtung von Krankheitsverläufen. Das System ermöglicht darüber hinaus die kombinierte Steuerung von PET-, SPECT- und CT-Datenakquisition und beruht auf der PICO-3D-Technologie von Siemens. Damit ist es Industrieführer bei Auflösung und Empfindlichkeit. „Die präklinischen Lösungen von Siemens bringen die medizinische Forschung schneller aus dem Labor in die Klinik”, sagte Michael Reitermann, President Molecular Imaging Division bei Siemens Medical Solutions. Inveon bietet den praktischen Vorteil einer Multimodalitätsplattform mit dem Durchsatzpotenzial von zwei unabhängigen Scannern. Ein dediziertes PET-Modul kann als frei stehendes Hochleistungsbildgebungssystem für Kleintiere verwendet oder an der Inveon-Gantry angedockt werden. In der angedockten Konfiguration lässt sich das System entweder unabhängig oder als Einheit unter der Steuerung einer gemeinsamen Workstation verwenden.
Die integrierten und modularen Konfigurationen von Inveon lassen sich entsprechend den spezifischen Anforderungen Maßgeschneidert einrichten, so dass der Durchsatz optimiert und PET/CT-, CT/SPECT- oder PET/CT/SPECT-Konfigurationen möglich werden. Siemens erweiterte seine präklinischen Anwendungen um ein umfassendes Paket von Rekonstruktionsalgorithmen. Inveon bietet optimierte Datenakquisition und modernste Bildfusionstechnologie, hochentwickelte integrierte Visualisierungsund Analysefunktionen sowie breit gefächerte Applikationen für präklinische Datenanalyse und Nachbearbeitung.
syngo® CardioFusion beruht auf der syngo 3D-Task-Karte und bietet dem Anwender eine vertraute Arbeitsumgebung. Mit dieser Technologie lassen sich Bilder des Herzens in hoher Qualität rasch und einfach beurteilen. Siemens Medical Solutions stellte syngo CardioFusion auf der 55. Wissenschaftlichen Jahresversammlung des American College of Cardiology (ACC) vor. Diese vereinheitlichte Plattform zur Visualisierung von kardialen Bildern, die mit Hybridbildgebungstechnologien aufgenommen wurden, optimiert den kardialen klinischen Arbeitsablauf und erweitert die diagnostische Funktionalität. syngo CardioFusion bietet mehrere leistungsfähige Funktionen zur Optimierung des Workflows bei der kardiologischen Visualisierung. Dazu gehören die automatische Registrierung beim Laden von zwei Datensätzen, fusionierte VRT2 (eine neue Anzeigetechnik, bei der Volumendarstellungen [VRT] von zwei Bildgebungsmodalitäten fusioniert werden), sofortige Reorientierung von Bildern entsprechend den Darstellungsrichtlinien der American Heart Association sowie vereinfachte Neuberechnung von parallelen Schichten entlang den kardialen Bildebenen. „Ein wachsender Anteil der Bevölkerung bedarf einer kardiologischen Versorgung“, so Michael Reitermann, Leiter des Bereichs Molecular Imaging bei Siemens Medical Solutions. „Für den Arzt ist es daher wichtig, Zugang zu ausgezeichneten diagnostischen Technologien zu haben. Diese neueste Innovation bei der kardialen Visualisierung erleichtert Diagnose und Management von Herzpatienten, ein bei komplizierten Fällen besonders wichtiger Vorteil.”
Dank einer Integration von Computertomographie-(CT)-Bildern des SOMATOM® Sensation Open und Navigationsfunktionen von BrainLAB, Inc., kann das Klinikum München-Großhadern noch präziser und daher patientenfreundlicher operieren. Die neurochirurgische Klinik weihte ihren neuen OP mit einer so genannten Sliding Gantry des SOMATOM Sensation Open ein. Aufgrund der größeren Gantry-Öffnung des SOMATOM Sensation Open (82 cm) kann der Patient sowohl in lateraler Lage als auch mit einer Kopfklemme gescannt werden, wie in der Neurochirurgie üblich. Eine Umpositionierung für die Bildgebung ist nicht erforderlich, da die CT-Gantry über den Patienten hinweggleitet. Eine echte Neuerung ist die Kooperation mit BrainLAB. Sie ermöglicht eine integrierte Lösung der CT-Bildgebung von Siemens mit dem Navigationssystem von BrainLAB. „Bei diesem Gemeinschaftsprojekt lernten wir eine Menge darüber, wie der klinische Workflow verbessert werden kann“, sagt Frank Engel-Murke, Produktmanager des Unternehmensbereichs CT bei Siemens. Die integrierte Lösung funktioniert wie folgt: Die Positionen des Patienten und der chirurgischen Instrumente werden in Echtzeit verfolgt, dedizierte Software integriert diese Informationen mit den prä- und intraoperativ akquirierten CT-Bildern. „Operationen sind weniger invasiv und genauer”, fasst Dr. Jörg-Christian Tonn, Leiter der Klinik für Neurochirurgie in München-Großhadern, zusammen.
syngo® InSpace EP erleichtert dem Arzt die Untersuchung und unterstützt bei der Planung, Therapie und Nachsorge in Fällen von Vorhofflimmern – mit bisher ungeahnter Geschwindigkeit. syngo InSpace EP wurde zur Optimierung des Workflows im EP-Labor entwickelt. Durch Integration von CT- oder MRT-Bildern aus einer präoperativen Untersuchung ermöglicht die neue Applikation eine einfache und schnellere 3D-Darstellung des linken Vorhofs und der Pulmonalvenen. Mit syngo InSpace EP lässt sich der linke Vorhof einfach per Mausklick segmentieren; dies verkürzt zeitaufwändige manuelle Arbeitsschritte; die so genannte Fly-Funktionalität ermöglicht endoskopische Ansichten. Auch der Ösophagus kann visualisiert werden. Zur Beschleunigung von Ablationsverfahren synchronisiert die AutoMap-Funktion die Bewegung des C-Bogens des AXIOM Artis mit dem angezeigten 3D-Bild und umgekehrt. Der Anwender kann daher die optimale Arbeitsprojektion schneller ansteuern und Dosis einsparen. Dank der Anzeige und Steuerung im Untersuchungsraum ermöglicht syngo InSpace EP auch Arbeiten unter sterilen Bedingungen am Behandlungstisch.
Wenn es um Auszeichnungen für gutes Design geht, scheinen die CT-Systeme von Siemens ein regelrechtes Abonnement zu besitzen. Dieses Jahr wurde das SOMATOM® Spirit beim Produktdesign-Wettbewerb der International Forum Design GmbH in Hannover mit einem IF Gold Award ausgezeichnet. Die Jury verlieh den Preis während der IFPreisverleihungszeremonie auf der CeBIT-IT-Messe. Das SOMATOM Spirit überzeugte die Jury mit seinem attraktiven Design, hohen Innovationspotenzial und seiner praktischen Funktionalität. Die International Forum Design verleiht den bekannten IF Award für Produktdesign jedes Jahr. Im Jahr 2006 gewannen 50 Produkte einen IF Gold Award. Über 1000 Teilnehmer aus 37 Ländern nahmen mit 1.952 Produkten und Konzepten am Wettbewerb teil. Das SOMATOM Spirit wurde zusammen mit dem SOMATOM Vision, einer aktuellen Designstudie für ein zukünftiges CT-System, ebenfalls für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland des Jahres 2006 nominiert.
Molecular Imaging University, ein wesentlicher Bestandteil von MI LifeNet, der Customer-Care-Initiative von Siemens, bietet wichtige Schulungsressourcen für Kunden von Siemens Molecular Imaging. Das Konzept der MI University richtet sich an befundende und überweisende Ärzte sowie MTAs. Sie zeigt die Vorteile von PET•CT- und SPECT•CT-Systemen auf und befasst sich auch mit der Frage, wann und wie die Hybridbildgebungssysteme das Patientenmanagement beeinflussen. MI University steht innerhalb des MI LifeNet Online-Portals zur Verfügung und gewährt Zugang zu wertvollen klinischen Daten, Fallstudien, Videovorträgen und Produktinformationen. Sie bietet darüber hinaus auch ein Medium für den Informationsaustausch. Im Herbst soll dieser Service – nach den USA – auch international zur Verfügung stehen.
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