3/2006
MVISION ermöglicht die Bildgebung anhand der Megavolt-Bestrahlungsquelle, so dass der Patient unmittelbar vor der Bestrahlung korrekt gelagert ist.
Das Bildgebungspaket MVision™ Megavoltage Cone Beam (MVCB) ist die neueste Siemens-Innovation für die adaptive Strahlentherapie (ART). Es handelt sich um eine einzigartige volumetrische In-line-Zielbildgebungslösung, die nächste Stufe in der bildgeführten Strahlentherapie (IGRT). Das System wurde für den Einsatz mit Linearbeschleunigern von Siemens konzipiert. Es ist die erste kommerzielle Umsetzung der Kegelstrahltechnologie unter Verwendung eines normalen Strahlentherapiebehandlungsstrahls.
Durch MVision kann mit Hilfe der für die Bestrahlung verwendeten Megavoltquelle (MV-Quelle) ein dreidimensionales Bild des Patienten erstellt werden. So kann der Arzt im wichtigsten Moment ,in den Patienten hineinsehen’.
Bei der Entwicklung von MVision wurde darauf geachtet, dass der Arbeitsablauf in den Onkologieabteilungen ergänzt wird. So integriert und automatisiert das Bildgebungspaket sämtliche Prozesse, einschließlich Akquisition, Rekonstruktion, Registrierung, Bewertung, Patientenlagerung und klinischer Betrachtung. Mit wenigen einfachen Schritten können Therapeuten 3D-Offsets ermitteln, an die Bestrahlungsliege weitergeben und so die täglichen Veränderungen abgleichen und eine sicherere Bestrahlung ermöglichen. MVision erfordert keine unabhängige Bildgebungsquelle für die IGRT, so dass der klinische Zugriff verbessert und die Behandlung für den Patienten angenehmer wird. Dank dieser Innovation entfallen unnötige elektromechanische Wartungsarbeiten. Es bleibt mehr Zeit für eine vielseitige und effiziente Patientenversorgung.
Mit der TruePoint™-Technologie in den Biograph™ PET•CT-Systemen hat Siemens einen weiteren Meilenstein in der molekularen Bildgebung gesetzt. Die neue Plattform eröffnet den Zugang zu einem bisher kaum genutzten Potenzial der molekularen Bildgebung, indem die axiale Volumenabdeckung bei PET•CT-Scannern um 33 Prozent erhöht wird.
„Die neue TruePoint PET•CT-Plattform ist von doppeltem Nutzen. Die Technik erhöht die axiale Abdeckung pro Bettposition und liefert so Ganzkörper-PET•CT-Bilder in verkürzter Akquisitionszeit und zugleich mit verbessertem Arbeitsablauf“, so Michael Reitermann, Leiter des Geschäftsgebiets Molecular Imaging bei Siemens Medical Solutions. „Außerdem sorgt TruePoint PET•CT für ein neues Niveau in der Systemintegration für die PET•CT-Technologie und Softwareanwendungen.
Dies erhöht die Effizienz und verbessert die diagnostische Sicherheit.“ Die TruePoint PET•CT liefert sehr ergiebige metabolische und anatomische Daten für genauere und sichere Diagnosen. Durch die Vergrößerung des PET-Gesichtsfeldes lassen sich mit der TruePoint PET•CT-Technik 78 Prozent mehr Ereignisse nachweisen. Das führt zu genauen und detaillierten Bildern, mit denen Ärzte schnell die kleinsten Läsionen und Gefäße exakt lokalisieren können. Zusammen mit einer verkürzten Aufnahmezeit bietet TruePoint PET•CT eine fortschrittliche, klinisch bewährte Streustrahlenkorrektur für eine ausgezeichnete Bildqualität.
Da weniger Positionen pro Untersuchung benötigt werden, erhöht sich der Komfort für den Patienten, während sich Bewegungsartefakte verringern. Darüber hinaus kann TruePoint PET•CT die dem Patienten injizierte Dosis bis zu 50 Prozent senken.
Das Emory Crawford Long Hospital in Atlanta und das Karolinska-Universitätskrankenhaus in Stockholm sind weltweit die ersten Einrichtungen, deren Patienten der Siemens Biograph™ 64 zur Verfügung steht. Das fortschrittliche Bildgebungssystem verschafft Ärzten höhere Geschwindigkeit und Präzision, um Herzkrankheiten und andere Erkrankungen im Anfangsstadium festzustellen. Außerdem ermöglicht es eine individuelle Behandlung.
Das PET•CT-Hybridsystem erlaubt dem Arzt eine haargenaue Diagnose, da es vollständige Informationen zur genauen Lage, Größe, Art und zum Ausmaß der Erkrankung liefert. Durch die fortschrittliche PET-Technologie können Mediziner metabolische Veränderungen in Patientenorganen und -geweben erkennen, die den physiologischen Veränderungen vorausgehen. Die Integration der 64-Schichten-Technik sorgt dafür, dass diese Daten in einem präzisen anatomischen Zusammenhang stehen, was vorher nicht ohne invasive Verfahren möglich war. „Mit dem Biograph 64 können wir die Krankheit im Inneren des Patienten auf molekularer Ebene betrachten. Zudem erhalten wir viele anatomische Einzelheiten, mit denen wir diese Informationen in Kontext setzen und so Krankheiten genauer erkennen, behandeln und überwachen können“, so Professor Stig A. Larsson, Leiter der Nuklearmedizin am Karolinska-Universitätskrankenhaus. „Diese genaue Information erlaubt uns, frühere und verlässlichere Diagnosen zu stellen, Behandlungsentscheidungen zu treffen, die auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sind, und so letztlich bessere Ergebnisse für unsere Patienten zu erzielen.“ Ärzte gehen auch davon aus, dass der Biograph 64 von erheblichem Nutzen für die kardiologische Patientenversorgung sein wird. Denn mit dem Gerät erhalten Ärzte anatomische Daten des schlagenden Herzens bei außergewöhnlich hoher Auflösung und gleichzeitiger Beurteilung von dessen metabolischer Aktivität. Der Arzt kann die Koronararterie bis hin zu den kleinen Gefäßen bildlich darstellen und die Perfusion nichtinvasiv messen. Das System ist so schnell, dass eine CTAngiographie (CTA) während eines einzigen achtsekündigen Atemanhalts durchgeführt werden kann.
syngo® Velocity Vector Imaging ist eine einzigartige 2Danwendung für die Echokardiographie, mit der der Arzt die Mechanik der Herzkontraktion und -relaxation einfach bildlich darstellen kann. Zur Richtungs- und relativen Geschwindigkeitsanzeige der Gewebebewegung werden einzelne Vektoren verwendet. Diese neue Technologie erhebt Daten für eine Reihe von Anwendungen, darunter die kurzfristige Bewertung ventrikulärer Synergie bei Herzversagen. Velocity Vector Imaging umgeht die herkömmlichen Einschränkungen dopplerbasierter Quantifizierung und kann für alle Herzkammern genutzt werden.
syngo Velocity Vector Imaging ist nur bei Siemens erhältlich und funktioniert mit jedem Echokardiographiesystem der Familie ACUSON Sequoia™ unter Verwendung eines beliebigen Schallkopfs, darunter TEE- und Gefäßsonden sowie AcuNav™ Ultraschallkatheter.
Siemens Medical Solutions hat ein neues Trainingscenter in Erlangen eröffnet. In rund 650 Kursen werden über 6.000 Techniker und Kunden aus aller Welt in der Instandhaltung und der Anwendung medizinischer Bildgebungssysteme angeleitet. Die Schulungen im neuen Gebäude begannen bereits im Mai 2006. In einem Festakt eröffneten Dr. Siegfried Russwurm, Mitglied des Bereichsvorstandes von Siemens Medical Solutions, und Dr. Wolfgang Heimsch, Leiter des Geschäftsgebiets Customer Services (CS) bei Siemens Medical Solutions, den neuen Bau.
„Wir entwickeln und produzieren modernste Systeme und Informationstechnologie für das Gesundheitswesen und bieten unseren Kunden somit Lösungen, die helfen, ihre Kosten zu senken und gleichzeitig die Qualität zu verbessern. Dazu ist es natürlich auch notwendig, dass unsere Kunden bestens mit unseren Systemen vertraut sind. Um dies zu gewährleisten, haben wir das neue Trainingscenter gebaut“, so Russwurm. Der Neubau ist weltweit das größte Trainingscenter von Siemens Medical Solutions. Die Teilnehmer können hier lernen, wie man etwa den neuen Computertomographen SOMATOM™ Definition oder das digitale Mammographiesystem MAMMOMAT™ NovationDR wartet und die syngo®-Bedienoberfläche benutzt – noch bevor sie in ihren Krankenhäusern eingesetzt werden. So muss zum Beispiel erlernt werden, wie der Patient durch Knopfdruck im CT positioniert wird oder wie die Nachbearbeitung von Patientenbildern in digitalen Archiven erfolgt. Etwa 50 Siemens-Mitarbeiter sind verantwortlich für die Schulungen im neuen Trainingscenter.
Siemens Medical Solutions hat syngo® BLADE vorgestellt, eine Software für die durch Tim™-Technologie (Total imaging matrix) gestützte Magnetresonanztomographie (MRT). Sie ermöglicht trotz deutlicher Bewegungen eine stabile Bildgebung in neurologischen, abdominalen und orthopädischen Untersuchungen. Die Bewegungskorrektur mit syngo BLADE verhilft Einrichtungen zu einem höheren Patientendurchlauf und zu einer Kostensenkung. Die Tim-gestützen syngo-Anwendungen von Siemens, einschließlich BLADE, haben kontinuierlich dazu beigetragen, die neuesten Innovationen in der Patientenversorgung und Krankheitsbehandlung auszubauen.
syngo BLADE ermöglicht ein optimales Untersuchungsergebnis trotz Bewegung und ist damit ideal für Kinder und schwer zu untersuchende Patienten in der neurologischen, abdominellen und orthopädischen Bildgebung geeignet. „syngo BLADE stellt eine ideale Lösung für Kinder und schwierige Patienten dar, weil der Sedierungsbedarf gesenkt wird und gleichzeitig die Fähigkeit erreicht wird, bereits beim ersten Scan hochaufgelöste Bilder zu erhalten, und das unabhängig von äußeren Umständen oder Bewegungen“, so Nancy Gillen, stellvertretende Leiterin des Geschäftsgebiets MR bei Siemens Medical Solutions, USA. „Die Tim-gestützten syngo-Anwendungen von Siemens stellen eine laufende Verbesserung in der Gesundheitsversorgung dar, indem sie Ärzten und anderen medizinischen Fachleuten dabei helfen, Krankheiten früher zu erkennen und zu diagnostizieren. Es ergeben sich mehr Behandlungsmöglichkeiten, Arbeitsabläufe und Effizienz werden verbessert.“
In Zusammenarbeit mit dem Massachusetts General Hospital (MGH) in Boston hat Siemens Medical Solutions auf Grundlage der Tim™-Technologie (Total imaging matrix) einen Prototyp für ein 128-Kanal-Magnetresonanztomographie-System (MRT) entwickelt. Die Grundlage für den Protoyp bildet das 3-Tesla-MRT-System MAGNETOM Trio™ mit Tim und einer 102 x 32 Tim-Architektur – 102 integrierte Spulenelemente werden von 128 statt bisher 32 unabhängigen HF-Kanälen ausgelesen.
Die Grundlagen und potenziellen Anwendungen einer 128- Kanal-MRT-Aufnahme werden am MGH untersucht. Erste Ergebnisse zeigen das Potenzial, derzeitige Standards für die Bildauflösung zu erhöhen und die parallele Bildgebung mit einem Faktor 25 in der Geschwindigkeit zu steigern. „Arbeitsintensive medizinische Bildgebungsverfahren könnten mit einem 128-Kanal-MRT-Gerät einfacher und schneller durchgeführt werden“, glaubt Professor Dr. Lawrence Wald, Leiter der Nuklear- und Magnetresonanzabteilung am Martinoszentrum des MGH. „Diese Entwicklung könnte durch die größere Geschwindigkeit und Sensitivität neue Wege in der Herz-, Hirn- und Abdomen-MRT öffnen.“ Der neue 128-Kanal-MRTPrototyp ordnet jeweils ein Spulenelement einem Kanal zu. Zusätzlich wurde eine 128-Kanal-Spule entwickelt, die die 128 HF-Kanäle effizient nutzt. Die Leistungsfähigkeit und die technologischen Fortschritte der MRT- und Tim-Technologie von Siemens wurden dadurch bewiesen, dass nur geringfügige Änderungen der bestehenden Systemarchitektur erforderlich waren, um den MAGNETOM Trio auf 128 Kanäle zu erweitern.
Professor Dr. Hermann Requardt, Vorstandsmitglied von Siemens Medical Solutions, wurde zum 1. Mai in den Vorstand der Siemens AG in München berufen und ist seit 1. Oktober Mitglied des Zentralvorstands. In diesem Zusammenhang und in Übereinstimmung mit dem erweiterten Portfolio von Siemens Medical Solutions sind zwei neue Mitglieder in den Bereichsvorstand von Siemens Medical Solutions eingetreten: Dr. Siegfried Russwurm, ehemaliger Leiter des Geschäftsgebietes Motion Control (MC) im Siemens-Bereich Automation and Drives (A&D), und Tom Miller, ehemaliger Leiter des Siemens Medical Solutions Geschäftsgebiets Health Services (HS).