Siemens Healthcare wird in Südafrika für 37 Krankenhäuser und etwa 300 Kliniken des Gau-teng Department of Health (Gauteng DoH) ein Krankenhaus-Informationssystem im Wert von 18 Millionen EUR einrichten. Das System soll in den kommenden drei Jahren installiert werden. Der Auftrag ist das erste Projekt dieser Art für den Healthcare Sector von Siemens Südafrika. Gauteng ist die Provinz mit dem stärksten Bevölkerungswachstum Südafrikas.
Die Implementierung des Siemens Krankenhaus-Informationssystems ist ein wichtiger Bestandteil bei der Realisierung der Gesamtpläne des Gauteng DoH. Sie sehen die Einrichtung einer einheitli-chen elektronischen Datenbank für das Gesundheitsversorgungs-System der Provinz und die Ab-schaffung der papierbasierten Arbeitsabläufe vor. Die Hauptkomponente der Lösung ist Soarian MedSuite, ein integriertes Krankenhaus-Informationssystem, das den klinischen, finanziellen und administrativen Prozess von Anfang bis Ende proaktiv verwaltet. Die Krankenhäuser und Kliniken sind dadurch in der Lage, die Effizienz, Produktivität und Qualität der Pflegeleistung innerhalb ihrer gesamten Einrichtung zu erhöhen.
„Ein entscheidender Vorteil des Siemens Krankenhaus-Informationssystems ist, dass einmal er-fasste und gespeicherte Patientendaten in allen Abteilungen des Krankenhauses sowie in anderen Krankenhäusern und Kliniken der Region genutzt werden können“, so Graham Maritz, CEO Siemens Healthcare Südafrika. „Sobald Soarian MedSuite im Krankenhausnetzwerk installiert ist, unterstützt das System Prozesse wie Registrierung, Aufnahme, Entlassung, Abrechnung, das Ma-nagement medizinischer Daten und unternehmensweite Multi-Source-Planung.“
Gauteng DoH hat das BAOKI Konsortium, zu dem auch AMEtHST (ein lokales Joint Venture, das von zwei der führenden Siemens „Value-added Reseller“ gebildet wird) und die Equiton Investment Corporation gehören, beauftragt, das Siemens Krankenhaus-Informationssystem in der ganzen Region zu implementieren. Siemens stellt als Subunternehmer die Softwarekomponente bereit. Die Installation des Systems im Sebokeng Hospital (704 Betten), das vom Gauteng DoH als Pilot-standort gewählt wurde, konnte nach sieben Monaten im August 2008 abgeschlossen werden, als die Lösung eine flexible Konfiguration der Geschäftsprozesse des Hospitals ermöglichte.
Neben dem Krankenhaus-Informationssystem stellt Siemens Healthcare außerdem ein Radiologie-Informationssystem für einige Krankenhäuser, die dem Gauteng DoH unterstellt sind, bereit. Die Radiologie-Abteilungen dieser Krankenhäuser können das System nutzen, um Visiten zu verwal-ten, Diagnose-Prozesse zu planen und nachzuverfolgen, Diagnosen und Ergebnisse zu speichern und abrechnungsfähige Eingaben in Abrechnungssysteme vorzunehmen.