Der Laborviewer sorgt dafür, dass medizinische Fachgruppen aus der immensen Fülle von Labordaten sauber strukturierte und aussagekräftige Informationen gewinnen.
Aus der Datenvielfalt die entscheidenden Informationen filtern
Wenn im Laufe einer Behandlung zahlreiche Laboranalysen durchgeführt werden, kumulieren die Daten mitunter zu einer unüberschaubaren Menge von Informationen. Dann hängt die Aussagekraft der Labordaten ganz entscheidend davon ab, wie schnell und übersichtlich sie dargestellt werden und welche Auswertungsoptionen dem Arzt gegeben sind. Der Laborviewer bringt eine fachgruppenspezifische Struktur in die Datenvielfalt und schafft dadurch Überblick und Klarheit. Der Anwender fokussiert seinen Blick auf die Werte, die für seinen Verantwortungsbereich relevant sind – alle anderen Laborinformationen werden ausgeblendet
Alle relevanten Informationen aus Einzel- und Kumulativbefunden
Der in verschiedene medico-Module (z.B. Stationsarbeitsplatz, Arztarbeitsplatz, RIS) integrierbare Laborviewer bereitet die Laborergebnisse systematisch auf. Er zeigt sowohl Einzelbefunde als auch Kumulativbefunde, in denen die während eines Krankheitsverlaufs ermittelten Laborwerte zusammengefasst sind. Die einzelnen Daten lassen sich so filtern, dass die involvierten medizinischen Fachgruppen nur die für sie relevanten Informationen erhalten. Dazu definieren die Kliniker einmalig ihre fachspezifische Sicht auf die Labordaten und speichern sie in so genannten Methodengruppen ab. Die Anwendung dieser Filter auf die aktuellen Labordaten erfolgt dann sehr einfach durch Auswahl der Methodengruppe aus einem mehrdimensionalen Explorerbaum. Der Laborviewer ermöglicht es dem Anwender, direkt vom Einzel- zum Kumulativbefund oder auch zu einer aufenthaltsübergreifenden Befunddarstellung zu wechseln.
Unterstützung bei der Bewertung von Laboranalysen
Pathologische Werte kennzeichnet der Laborviewer automatisch und zeigt dabei die entsprechenden Referenzwerte an. Zusatzhinweise aus dem Labor erscheinen gemeinsam mit den Messdaten als Textelemente auf dem Bildschirm und können so weder übersehen werden noch verloren gehen. Auch reine Textbefunde (z. B. aus der Mikrobiologie) stehen über den Laborviewer zur Verfügung. Hinsichtlich der Informationsdarstellung haben die Anwender die Wahl zwischen der Tabellen- oder der Diagrammform; Einzelbefunde stellt der Laborviewer auch als Netzdiagramme dar. Definierte Zugangsberechtigungen sorgen dafür, dass jeder Anwender nur auf die für seinen Fachbereich relevanten Daten Zugriff hat. Über die Funktion Lesebestätigung dokumentiert der Arzt, dass er den von ihm beauftragten Laborbefund gelesen hat; die Lesehistorie hält nach, wer sich die Labordaten im Laufe der Zeit angeschaut hat.