Der Strukturwandel im Gesundheitswesen beeinflusst nicht nur den Alltag von Krankenhausmanagern, Ärztinnen und Ärzten. Auch das Pflegepersonal, letztendlich die größte Berufsgruppe in den Kliniken, ist in seinem Wirken und Handeln gleichermaßen betroffen. Politische Weichenstellung, Gesetze, Rechtsprechung und wissenschaftliche Erkenntnisse in Medizin und Pflege stellen jetzt und in der Zukunft immer höhere Anforderungen an die Akteure im Gesundheitswesen. Dieses geschieht vor dem Hintergrund immer knapper werdender Zeit-, Personalund Finanzressourcen.
IT-Einsatz in der Pflege
Der Einsatz von Softwarelösungen im Klinikalltag beschränkte sich in der Vergangenheit in erster Linie auf die Bereiche Verwaltung und auf medizinische Lösungen. Im Pflegebereich kamen effiziente IT-Systeme lange Zeit wegen technischer Barrieren (z. B. fehlende mobile Eingabemöglichkeit) nicht zum Einsatz. Es machte keinen Sinn, Daten über den Patienten an dessen Bett auf dem Papier zu dokumentieren, um sie anschließend im Stationszimmer in der Software ein zweites Mal zu erfassen. Dank der technischen Entwicklung ist es heute möglich, Daten dort zu erfassen, wo sie entstehen – direkt beim Patienten
Integration in die elektronische Patientenakte des Krankenhaus-Informationssystems
Am Behandlungsprozess eines Patienten sind verschiedene Berufsgruppen beteiligt. Bei jedem Behandlungsschritt fallen Informationen an, die für alle Beteiligten wichtig sind und die deren Entscheidungen und Handlungen unter Umständen beeinflussen. Die Software der Pflegedokumentation darf deshalb keine Insellösung darstellen, sondern sie muss vielmehr als gleichwertiger Informationsbestandteil neben Verwaltung und Medizin in die elektronische Patientenakte des Krankenhaus-Informationssystems eingehen.
LEP Methode
Bei Bedarf, kann die LEP®-Methode der LEP AG (St. Gallen, Schweiz) integriert werden. Die Abkürzung LEP steht für „Leistungserfassung in der Pflege“. Die wissenschaftlich fundierte Methode LEP besteht aus statistischen Erfassungs-und Darstellungsverfahren für die Gesundheits- und Krankenpflege. Als Management- und Controllinginstrument stellt LEP Prozessdaten für die Führung, die betriebsinterne Planung und Optimierung sowie die Kostenrechnung zur Verfügung. Durch die einheitliche Berechnung und Dokumentation der Pflegeleistung können LEP-Daten auch für Personen und Organisationen außerhalb der Pflege (Ärzte, Verwaltungen, Kostenträger usw.) von großem Nutzen sein.
Bewertung des pflegerischen Erfolgs mit ePA-AC©
Assessment-Instrumente gewinnen im Bereich der Pflegediagnostik immer mehr an Bedeutung. Assessment-Instrumente dienen einer strukturierten und systematischen Erfassung des Ist-Zustandes eines Patienten. Der Pflegebedarf wird somit sichtbar, Probleme können frühzeitig identifiziert und Pflegeinterventionen eingeleitet werden. Assessment-Instrumente wirken auch auf die Rechtssicherheit der Pflegedokumentation. Die grundlegende Konzeption des ePA© Acute Care basiert auf einer standardisierten Erfassung wesentlicher Kennzeichen von Pflegebedürftigkeit zu unterschiedlichen Messzeitpunkten. Die dabei gewonnenen Daten dienen als Unterstützung für die nachfolgende individuelle Pflegeplanung. Durch die Integration der Methode ePA© Acute Care mit der Leistungserfassung gemäß LEP Nursing 3 steht eine komfortable Lösung für eine strukturierte und systematische Erfassung der Pflegeinterventionen zur Verfügung.