Wann immer in einer Klinik regelmäßig wiederkehrende Dokumentationen gefordert sind, lässt sich die Effizienz des Workflows dadurch steigern, dass man unnötigen „Informationsballast“ abwirft. Das zeigt sich beispielsweise bei der Verschlüsselung von Diagnosen und Prozeduren. Hierzu benötigen Fachärzte keine umfassende „Enzyklopädie aller Verschlüsselungen“, sondern vielmehr spezifische Auszüge aus den ICD- und OPS/ICPM-Katalogen.
Der Grundgedanke des medico-Moduls Registerkarten beruht deshalb darauf, einzelnen Ärzten oder Fachabteilungen individuell vorgefertigte Standards für die routinemäßige Erfüllung der Dokumentationspflicht an die Hand zu geben.
Vierfacher Nutzen: Dokumentation, Erlösermittlung, Abbildung des innerbetrieblichen Leistungsge
Anhand seiner Registerkarten sieht der Arzt die zu seinem Fachgebiet bzw. zu der aktuellen Diagnose passenden Schlüssel. Die Bezeichnungen auf der Registerkarte richten sich dabei nach dem klinischen Sprachgebrauch. Mit einem einzigen Arbeitsschritt kann der Arzt nun durch Auswahl der passenden ICD und OPS zum einen die abrechnungsrelevante Verschlüsselung für die Verwaltung generieren sowie die erbrachte Leistung für die innerbetriebliche Leistungsabbildung erfassen.
Die Daten werden dabei automatisch in der offiziellen Codierung, also in der Sprache der kaufmännischen Abteilungen, abgelegt. Zum anderen können die medico-Registerkarten so aufgebaut werden, dass sich der Arzt bei der Dokumentation der klinischen Aspekte auf dem sicheren Terrain seiner Fachsprache bewegt. So steht es ihm frei, auf den Registern fachspezifische Texte mit selbst gewählter Nomenklatur zu dokumentieren – z.B. „Chemotherapie mit 5FU/Folinsäure, De-Gramont, in palliativer Absicht“. Diese Formulierungen werden in die Datenbank übernommen und sind später automatisch für die Arztbriefschreibung wie auch für klinische Auswertungen und Analysen verfügbar.
Mit dieser Vorgehensweise erhält die Abrechnung und das Controlling die für die Leistungsgeschehen erforderlichen Codes und Informationen. Bei klinischen Auswertungen und Analysen hingegen greift das medizinische Personal auf die abteilungsintern gängigen Fachtermini zu.
… und die individuelle Workflowsteuerung für einzelne Ärzte oder Abteilungen
Die Registerkarten können von den Anwendern mit dem medico-Registerkarteneditor selbst hergestellt und angepasst werden. Programmierkenntnisse sind dazu nicht erforderlich. Der Arzt hat die Möglichkeit, seine Fachspezifika ohne weiteres eigenständig zu konfigurieren und zu modifizieren. Bei der Erstellung diagnosebezogener Registerkarten hat er unter anderem Zugriff auf die Kodiersysteme DIACOS und Kodip. Diese flexible Gestaltung des eigenen Workflows führt beim klinischen Personal in aller Regel zu einer hohen Akzeptanz des Moduls.