Zentrales Funktionsprinzip der Arbeitsablaufsteuerung ist die Prüfung des Status von Arbeitsabläufen und die automatische Ableitung daraus resultierender Aufgaben oder Aktionen. Aufgaben können z.B. in personen- oder rollenbezogene Arbeitslisten münden, Aktionen können als automatische Hintergrundverarbeitungen durchgeführt werden. Aus der Arbeitsliste heraus kann direkt auf die zur Aufgabe gehörende medico Funktion zugegriffen werden.
Bei der Entwicklung der medico-Arbeitsablaufsteuerung hat sich Siemens von einer zentralen Fragestellung leiten lassen: „Wie kann die Informationstechnologie das Klinikpersonal in seinem Bestreben, das Erforderliche konsequent umzusetzen, nachhaltig unterstützen?“ Erfahrungswerte zeigen: Die Anordnung einer diagnostischen, therapeutischen oder pflegerischen Maßnahme allein führt nicht automatisch zu ihrer termingerechten Erledigung. Das ist durch den Einsatz von Arbeitslisten aus der Arbeitsablaufsteuerung vermeidbar. Die Vorteile für den Patienten liegen auf der Hand: Er weiß sich bestens integriert in eine präzise funktionierende Maßnahmenabfolge, die auch administrative Prozesse berücksichtigt.
Nicht nur der Patient profitiert von der medico-Arbeitsablaufsteuerung. Die Klinik, die in Anbetracht des verschärften Wettbewerbs bei steigendem Kostendruck ein existenzielles Interesse am qualitätsorientierten wie auch ökonomischen Arbeiten besitzt, gewinnt an Image, verhindert Leerlauf und spart Kosten, wenn die festgelegten Maßnahmen planmäßig ablaufen. Die bewährte Siemens-Strategie „Quality up – costs down“ findet in der medico-Arbeitsablaufsteuerung einen weiteren überzeugenden Ausdruck. Das Programm stellt zudem für das Krankenhaus einen Meilenstein auf dem Weg zur Implementierung von klinischen Pfaden dar.
Die Arbeitsablaufsteuerung bildet auch die Grundlage für das in Planung befindliche medico Modul „Klinische Pfade“. Über klinische Pfade kann ein Krankenhaus z.B. diagnosebezogene Standardprozeduren im System hinterlegen und nach Prüfung der Eingangsbedingungen einem Patienten zuweisen. Die mit der Behandlung verbundenen Aufgaben des klinischen Pfades erscheinen dann zeitgerecht in den jeweiligen Arbeitslisten der beteiligten Personen. Der Grad der Abarbeitung sowie die Einhaltung klinischer Pfade können transparent überprüft werden. Abweichungen vom Pfad sind natürlich möglich und werden protokolliert. Es ist geplant, dass medico "Klinische Pfade" die relevanten Pfade und Pfadkombinationen aus dem ClinPath Forum unterstützt.