Author: C. Balleyguier M.D.
Institute Gustave Roussy, France
Authored date: 2006-10-12
Bei der mammographischen Untersuchung einer 66jährigen Patientin ohne familiären Brustkrebsintergrund waren eine strukturelle Distorsion und dichte Mikrokalkeinlagerungen in der unteren rechten Brust sichtbar. Eine erste Ultraschallaufnahme bestätigte einen 19 mm großen unregelmäßigen hypoechogenen und hypervaskulären Knoten. Eine mit Kontrastmitteln verstärkte Ultraschalluntersuchung (CEUS) wurde zur näheren Beurteilung des Karzinoms verordnet. Die Kontrastmittelgabe kann dazu beitragen, die Angiogenese zu erfassen, indem auf diese Weise bei geringer Dichte von Blutgefäßen im Umkreis der Brustkrebs-Läsionen Darstellungsschwierigkeiten überwunden werden.
Die mammographische Untersuchung zeigt eine strukturelle Distorsion und Mikrokalkeinlagerungen. Im B-Bild ist ein unregelmäßiger, hypoechogener und hypervaskulärer Knoten zu erkennen.
Das mit Kontrastmitteln verstärkte Ultraschallbild zeigt einen unregelmäßigen Knoten mit spikular verstärkten Bereichen, die Malignität vermuten lassen.
Pathologische Untersuchungen nach Feinnadelaspiration ergaben ein Adenokarzinom. Die Patientin unterzog sich daraufhin einer Lumpektomie, gefolgt von Chemotherapie, Bestrahlung und Hormontherapie. Die frühzeitige Entdeckung und überdurchschnittliche Evaluierungsmethoden wie CEUS (Contrast enhanced Ultrasound) können dazu beitragen, Heilungschancen deutlich zu verbessern.
Das Untersuchungsergebnis wurde durch den Einsatz der Cadence™ contrast pulse sequencing (CPS )Technologie verbessert. CPS verstärkt die Sensitivität bei hohen Ultraschallfrequenzen (>7 MHz sind in der Mamma-Bildgebung erforderlich) durch die Überwindung der durch native Resonanzfrequenzen (1,5 MHz – 7 MHz) der Kontrastmittel verursachten Probleme. Die Technologie bietet exzellente räumliche Auflösung. Duale Mix und Live Modi erhöhen die Sicherheit bei der Evaluierung von Brustläsionen für die Angiogenese. Die Auto-tracking Kontrast-Quantifizierungsfunktion auf der syngo® US Workplace Software-Plattform verbessert die Genauigkeit der online und offline Evaluierungen. Eine Kontrastmittelgabe bei Ultraschall-Brustuntersuchungen kann aufgrund der gleichen Indikationen wie für Mamma-MRI erfolgen, einschließlich Charakterisierung, BIRADS (Breast Imaging Reporting and Data System)-Codierung, Staging, Verfolgung der Reaktion auf die Behandlung, Rezidiv und Fibrose. Keine ionisierende Strahlung ist involviert und die Kontrastmittel werden von den Patienten gut vertragen.*
* Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hat die amerikanische Food & Drug Aministration den Einsatz von Ultraschall-Kontrastmitteln nur für die Darstellung der linksventrikulären Füllung (LVO) freigegeben. Überprüfen Sie bitte die aktuellen Bestimmungen zur Anwendung von Kontrastmitteln in dem Land, in dem Sie dieses Ultraschall-System einsetzen.